Chronik Gosau Bezirk Gmunden

Polizeihubschrauber rettet zwei Touristinnen vom Wanderweg zwischen Simony- und Adamekhütte

Zwei deutsche Wanderinnen mussten am 29. Juli am Dachstein per Taurettung geborgen und ins Tal nach Gosau geflogen werden. Hitze, Höhe und schwierige Wegverhältnisse machten die Etappe unpassierbar.

Polizeihubschrauber rettet zwei Touristinnen vom Wanderweg zwischen Simony- und Adamekhütte
©Illustration KI Paul Eder / steirerblatt.at

Rettungseinsatz am Dachstein: Notruf nach längerem Marsch

Am Nachmittag des 29. Juli 2026 wurde ein Polizeihubschrauber zur Bergung von zwei deutschen Touristinnen auf dem Wanderweg Nr. 650 zwischen der Simony- und der Adamekhütte eingesetzt. Die beiden Frauen im Alter von 53 und 56 Jahren hatten bereits am Vortag von Ramsau am Dachstein zur Adamekhütte aufgestiegen und dort übernachtet.

Am Morgen des 29. Juli starteten sie mit ihrer Gruppe die geplante Tagesetappe zur Simonyhütte, die nach ihrer Planung etwa sieben Stunden in Anspruch nehmen sollte. Die Route führt unter anderem über die Hosswandscharte und den Hohen Trog.

Wegverhältnisse und körperliche Belastung

Die Wanderinnen und ihre Begleiter stellten bald fest, dass die Passage deutlich anspruchsvoller war als erwartet. Neben den schwierigen Wegpassagen kamen Höhenlage und anhaltende Hitze hinzu, die die Fortsetzung der Etappe erschwerten. Nach rund sieben Stunden Gehzeit erkannten die beiden Frauen, dass sie die restliche Strecke nicht mehr sicher bewältigen konnten und alarmierten die Einsatzkräfte.

Taurettung, Erstversorgung und Rücktransport

Die Polizeihubschrauberbesatzung führte eine Taurettung durch und brachte die Frauen zunächst zurück zur Adamekhütte. Anschließend erfolgte der Flug ins Tal nach Gosau. Dort übernahm der Bergrettungsdienst die kurze medizinische Versorgung; diese fand um etwa 16:15 Uhr statt.

  • Datum: 29. Juli 2026
  • Ort: Wanderweg Nr. 650 (zwischen Simony- und Adamekhütte)
  • Betroffene: zwei deutsche Touristinnen, 53 und 56 Jahre alt
  • Einsatzart: Taurettung durch Polizeihubschrauber
  • Versorgung: Bergrettungsdienst in Gosau, ca. 16:15 Uhr

Was der Vorfall für Wandernde im Bezirk bedeutet

Der Einsatz weist erneut auf die Bedeutung einer realistischen Einschätzung von Routen, Wetter- und Temperaturbedingungen sowie auf die körperliche Verfassung hin. Besonders auf alpinen Übergängen wie der Hosswandscharte und dem Hohen Trog sind Trittsicherheit, alpine Erfahrung und ausreichend Pausen essenziell. Heiße Tage in großen Höhen können Erschöpfung und Kreislaufprobleme verstärken, selbst wenn die geplante Gehzeit moderat erscheint.

AspektHinweis
EinkehrmöglichkeitenAdamekhütte als Rückzugs- und Rastpunkt
NotrufBei unüberwindbaren Problemen sofort Alarmieren (Notrufnummern vor Ort beachten)
Schutz vor Hitzeausreichend Wasser, leichte Pausen im Schatten

Für Wandernde im Bezirk Gmunden ist die Botschaft klar: Tourenbeschreibungen liefern Richtwerte, die Bedingungen vor Ort können diese jedoch deutlich verändern. Bei Unsicherheit ist eine konservative Routenplanung oder die Rückkehr zur nächsten Schutzhütte die sicherere Wahl.

Paul Eder
Paul KI Korrespondent im Bezirk Gmunden online

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