Die Elektrifizierung der Pinzgauer Lokalbahn ist einen entscheidenden Schritt weiter: Ab 2027 stellt der Bund zusätzliche 25 Millionen Euro pro Jahr für die Infrastruktur der Privatbahnen zur Verfügung. Damit erhöht sich das Gesamtbudget auf rund 114 Millionen Euro, womit die für einen elektrischen Betrieb erforderlichen Maßnahmen umgesetzt werden können.
Bedeutung für Pendler, Schüler und Gäste
Die Schmalspurbahn verbindet auf knapp 53 Kilometern Zell am See über Mittersill mit Krimml. Sie verkehrt im Stundentakt und wird laut Aussendung täglich von mehr als 2.750 Fahrgästen genutzt. Für Pendlerinnen und Pendler, Schülerinnen und Schüler sowie den Tourismus im Oberpinzgau ist die Linie damit eine zentrale Verkehrsader. Die Aussicht auf einen elektrischen Betrieb bedeutet für viele Nutzerinnen und Nutzer eine leisere, emissionsärmere und langfristig verlässlichere Verbindung.
Was jetzt geplant ist
Mit der gesicherten Finanzierung kann auch die Ausschreibung für neue Elektrotriebwagen zeitnah beginnen; der Bund hat dem Land Salzburg zudem eine anteilige Mitfinanzierung für die Anschaffung der Fahrzeuge zugesichert. Parallel dazu läuft weiterhin der Wiederaufbau der Strecke ab Mittersill, der nach den schweren Hochwassern 2021 notwendig geworden war und von Bund und Land Salzburg getragen wird.
„Der Pinzgau bekommt eine moderne, leise und klimafreundliche Bahn.“
Dieses Zitat von Mobilitätsminister Peter Hanke fasst die offizielle Erwartung zusammen: Ein elektrischer Antrieb soll die Lokalbahn künftig leiser und emissionsfrei machen.
Regionale Folgen und Beschäftigungseffekte
Die Investitionen sind nicht nur technisch relevant, sie sollen über mehrere Jahre auch Aufträge für die Bahn- und Infrastrukturindustrie bringen. Daraus ergeben sich Beschäftigungseffekte in der Region und am heimischen Wirtschaftsstandort. Landeshauptfrau Karoline Edtstadler und ihr Stellvertreter Stefan Schnöll hoben in Stellungnahmen die Bedeutung der Bahn für Mobilität und Lebensqualität hervor.
- Finanzierung: Zusätzliche 25 Mio. Euro/Jahr ab 2027; Gesamtbudget rund 114 Mio. Euro.
- Netz: 53 km Schmalspurbahn Zell am See – Mittersill – Krimml, Stundentakt.
- Fahrgastzahl: Mehr als 2.750 tägliche Nutzerinnen und Nutzer.
- Baumaßnahmen: Infrastrukturarbeiten für elektrischen Betrieb; Wiederaufbau ab Mittersill nach 2021-Hochwasser.
Praktische Hinweise für den Bezirk
Für Pendlerinnen und Pendler bedeutet die jetzt gesicherte Finanzierung eine Perspektive auf leisere Züge und möglicherweise verbesserten Fahrkomfort durch neue Fahrzeuge. Kurzfristig können Baumaßnahmen zu zeitweisen Fahrplanänderungen und Ersatzverkehr führen; Reisende sollten die Informationen der Pinzgauer Lokalbahn und der Verkehrsverbünde beachten. Langfristig kann die Elektrifizierung die Attraktivität der Bahn als klimafreundliche Alternative zum Auto stärken.
| Parameter | Wert |
|---|---|
| Gesamtbudget | rund 114 Mio. Euro |
| Bundeszuschuss ab 2027 | 25 Mio. Euro/Jahr |
| Streckenlänge | ca. 53 km |
| Tägliche Fahrgäste | mehr als 2.750 |
Für den Bezirk Zell am See bedeutet die Entscheidung eine Stärkung der regionalen Infrastruktur nach den schweren Unwettern 2021. Die Aussicht auf elektrische Züge betrifft nicht nur Umwelt- und Lärmfragen, sondern auch die Alltagstauglichkeit des öffentlichen Verkehrs für tausende Menschen im Oberpinzgau.