Promi-Gesicht als Köder: Wie die Täter vorgingen
Im Bezirk Villach-Land hat eine 66-jährige Frau Ende Mai mehrere Zahlungen an eine angebliche Anlageplattform geleistet und dabei mehrere zehntausend Euro verloren. Laut Polizei wurden für die Bewerbung der Seite Profile eines bekannten österreichischen Fernsehmoderators verwendet, um Vertrauen zu erzeugen. Erst nach dem Abbruch der Kommunikation stellte die Frau den Betrug fest und erstattete Anzeige.
Ablauf und Ermittlungsstand
Die Ermittler berichten, dass die Geschädigte ein Online-Formular ausgefüllt und anschließend Überweisungen auf Konten in Frankreich und Dänemark vorgenommen hat. Genauere Summen wurden von der Polizei nicht genannt; aus dem Bericht ergibt sich die Formulierung „mehrere zehntausend Euro“.
„Zur Bewerbung wurde das Profil eines bekannten österreichischen Fernsehmoderators verwendet“, heißt es vonseiten der ermittelnden Polizeibeamten.
Die Polizei hat Ermittlungen eingeleitet. Solche Fälle stellen oft eine internationale Spurensuche dar, weil die Empfängerkonten im Ausland liegen. Betroffene müssen in der Regel umgehend Anzeige erstatten, um Chancen auf Rückholung von Geldern zu haben und um weitere Spuren zu sichern.
Was Betroffene jetzt konkret tun sollten
- Anzeige bei der Polizei erstatten und alle Kommunikation sowie Zahlungsbelege sichern.
- Kontakt zur Hausbank aufnehmen und mögliche Rückbuchungen oder Sperren besprechen.
- Keine weiteren Zahlungen leisten und keine persönlichen Daten mehr übermitteln.
- Sich bei Zweifeln an angeblichen Werbegesichtern direkt bei der echten Person oder deren Management erkundigen.
Lokale Bedeutung
Für Bewohnerinnen und Bewohner des Bezirks Villach-Land ist der Fall ein Anlass zur Vorsicht: Falsche Anlageangebote mit prominenten Bildern sind eine gängige Masche. Besonders ältere Menschen sind häufig Zielscheibe, weil Vertrauen durch bekannte Gesichter schneller entsteht. Die örtlichen Banken und die Polizei bieten in vielen Fällen Informationsangebote und Beratungen an — diese sind in solchen Situationen eine wichtige Anlaufstelle.
| Datum (erstmalig bemerkt) | Betroffener Bezirk | Empfangsländer der Zahlungen | Bekannte Schadenshöhe |
|---|---|---|---|
| Ende Mai (erstmalig aufgefallen) | Villach-Land | Frankreich, Dänemark | mehrere zehntausend Euro |
Die Ermittlungen sind weiterhin offen. Personen, die ähnliche Erfahrungen gemacht haben oder verdächtige Angebote bemerken, werden gebeten, sich an die Polizei zu wenden.