Konkursverfahren eröffnet
Über das Vermögen der MONTERPV GmbH mit Sitz in Finkenstein (Villach-Land) wurde laut Mitteilung des Alpenländischen Kreditorenverbands (AKV) am 23. Juli ein Konkursverfahren am Landesgericht Klagenfurt eröffnet. Der Geschäftsgegenstand des Unternehmens ist die Montage von Solaranlagen und PV-Modulen.
Auswirkungen vor Ort
Nach den bisher verfügbaren Informationen sind von der Insolvenz keine Mitarbeiter betroffen. Das ist eine wichtige Klarstellung für Auftraggeber und Beschäftigte, reduziert aber nicht die wirtschaftliche Bedeutung des Vorgangs: Für Zulieferer, Subunternehmer und Kundinnen oder Kunden in der Region kann die Verfahrenseröffnung unmittelbare Folgen haben, etwa offene Zahlungsansprüche oder Unsicherheit bei laufenden Projekten.
- Insolvenzverwalter: Michael Lassnig
- Gläubigerfrist: Forderungen können über den AKV eingereicht werden
- Fristende: 14. September (Einreichung über AKV)
Kontext: Pleitewelle in der PV-Branche
Die Insolvenz der MONTERPV GmbH reiht sich in mehrere Firmenpleiten im kärntnerischen Photovoltaikbereich in den vergangenen Monaten ein. Namentlich wurden bereits Verfahren über die LTW GmbH (Krumpendorf, März), die NES Natural Energy System (Klagenfurt) und die HelioTech GmbH (Griffen, Mai) eröffnet. Damit zeichnet sich in der regionalen Solarbranche eine Serie von Insolvenzen ab, deren Ursachen bislang in einzelnen Fällen nicht immer öffentlich detailliert dargestellt wurden.
| Firma | Ort | Monat |
|---|---|---|
| MONTERPV GmbH | Finkenstein | Juli |
| LTW GmbH | Krumpendorf | März |
| NES Natural Energy System | Klagenfurt | (Frühere Angabe) |
| HelioTech GmbH | Griffen | Mai |
Was Betroffene jetzt tun sollten
Gläubiger, zu denen auch Zulieferer oder Subunternehmer gehören können, werden vom AKV zur Anmeldung ihrer Forderungen aufgefordert. Aus der Mitteilung geht hervor, dass Forderungsanmeldungen über den Alpenländischen Kreditorenverband möglich sind und die Frist bis zum 14. September läuft. Betroffene sollten ihre Unterlagen (Rechnungen, Verträge, Lieferscheine) ordnen und zeitnah Kontakt mit dem AKV aufnehmen, um Ansprüche fristgerecht zu sichern. Für Auftraggeber mit laufenden Projekten ist zu klären, ob und in welchem Umfang Verträge weitergeführt, neu vergeben oder abgesichert werden müssen.
Vorerst liegen keine näheren Informationen zu den Insolvenzgründen oder zur Höhe der Passiva vor. Sobald gerichtliche Unterlagen oder weitere amtliche Mitteilungen veröffentlicht werden, werden sie Klarheit über die finanziellen Verhältnisse und mögliche Konsequenzen für die lokale Auftragslage bringen.
Die Eröffnung des Konkursverfahrens ist ein unmittelbares Signal an die regionale Branche: Stakeholder sollten sich über ihre rechtlichen Optionen und Absicherungsmechanismen informieren, um finanzielle Risiken zu begrenzen.