Initiative fordert gemeinsame Finanzierung von Land, Stadt und Gemeinde
Eine Online-Petition zur Sanierung des Gailstegs zwischen Unterschütt und Erlendorf (Arnoldstein) hat binnen kurzer Zeit mehr als 250 Unterstützerinnen und Unterstützer gewonnen. Die Initiator:innen fordern, dass die Kosten für die Wiederherstellung dieser wichtigen Fuß- und Radwegverbindung gemeinsam vom Land Kärnten, der Stadt Villach und der Gemeinde Arnoldstein getragen werden.
Warum der Gailsteg Bedeutung hat
Der Gailsteg verbindet nicht nur zwei Ortsteile, sondern ist Teil des Wegesnetzes im Alpen-Adria-Raum und wird von Einheimischen, Pendlern, Schülern und Tourist:innen des Alpen-Adria-Radwegs genutzt. Eine funktionsfähige Brücke ist für die tägliche Mobilität vieler Menschen im Bezirk Villach-Land essenziell; Ausfälle oder Bauteilmängel bedeuten teils lange Umwege und Sicherheitsrisiken.
"Der Gailsteg zwischen Unterschütt und Erlendorf (Arnoldstein) zählt zu den wichtigsten Fuß- und Radwegverbindungen im Kärntner Alpen-Adria-Raum Richtung Italien."
In dem Petitionsaufruf wird betont, dass eine rasche Instandsetzung die Sicherheit erhöhen, die Lebensqualität vor Ort erhalten und den Tourismus stärken würde. Die Petition richtet sich direkt an die Kärntner Landesregierung; sie soll bis zum 27. Jänner 2027 Unterschriften sammeln.
Konkrete politische Zusagen und offene Fragen
In der Petition wird darauf hingewiesen, dass SPÖ-Bürgermeister Günther Albel zugesagt habe, dass sich die Stadt Villach im Rahmen einer Drittelfinanzierung an der Sanierung beteiligen werde. Damit liegt die Verantwortung nun beim Land Kärnten, das nach Auffassung der Initiator:innen die restliche Finanzierung sicherstellen muss. Wesentliche Fragen bleiben offen:
- Wie hoch sind die geschätzten Sanierungskosten?
- Gibt es bereits Gutachten zum technischen Zustand des Stegs?
- Welcher Zeitpunkt für Planung und Umsetzung ist realistisch?
Solche Detailfragen sind derzeit nicht in der Petition beantwortet; sie müssten in weiteren Gesprächen zwischen Land, Stadt und Gemeinde geklärt werden. Für Anrainer und regelmäßige Nutzerinnen ist vor allem wichtig, ob und wann mit einer sicheren, barrierearmen Verbindung gerechnet werden kann.
Was das für den Bezirk Villach-Land bedeutet
Für die Menschen im Bezirk würde eine Sanierung praktische Vorteile bringen: kürzere Verbindungen zu Arbeitsplätzen, Schulen und Freizeiteinrichtungen sowie mehr Sicherheit für Fußgänger und Radfahrende. Für den regionalen Radverkehr und den Tourismus könnte eine intakte Brücke zudem die Attraktivität des Alpen-Adria-Radwegs stärken.
| Datum (Petition) | gestartet: 28.07.2026 |
|---|---|
| Sammelende | 27.01.2027 |
| Unterstützer (aktuell) | >250 |
Für eine schnelle Lösung sind nun Abstimmungen zwischen den betroffenen Gebietskörperschaften notwendig. Bewohnerinnen und Pendler sollten die Diskussionen weiter verfolgen und gegebenenfalls ihre Anliegen gegenüber Gemeinde- und Landesvertretungen einbringen.