Generationen verbinden: Neuer Kurs für den Omadienst im Bezirk
Seit Jahrzehnten vermittelt der Omadienst des Katholischen Familienverbandes Unterstützung zwischen älteren Betreuerinnen und jungen Familien. Im Mai hat im Bezirk Spittal Elisabeth Penker die Leitung übernommen. Penker, selbst zweifache Mutter und Großmutter, betont die vielseitigen Effekte dieser Form der Betreuung für alle Beteiligten.
Der Dienst organisiert ehrenamtliche oder geringfügig entlohnte Einsätze von sogenannten Leihomas, die Kinder stundenweise beaufsichtigen, mit ihnen spielen oder bei Alltagsaufgaben unterstützen. Diese Hilfe richtet sich insbesondere an Familien, die nicht auf die Unterstützung eigener Großeltern zurückgreifen können, sowie an Alleinerziehende.
„Erstens die Eltern, da sie oft nicht auf die Unterstützung eigener Großeltern zurückgreifen können, zweitens die Leihomas, die ihre Liebe und jahrelange Erfahrung an Kinder weitergeben können, sowie drittens die Kinder, die an der Leihoma in der Hektik des Familienalltags einen Ruhepol finden. Der Dienst ist heute gefragter denn je.“
Penker hebt hervor, dass von der Vermittlung drei Gruppen profitieren: die Eltern, die Leihomas und die Kinder. Für Familien bedeutet der Dienst eine konkrete Entlastung im Alltag; für die älteren Frauen ist er eine Möglichkeit, aktiv zu bleiben und soziale Teilhabe zu erfahren.
Regionale Herausforderungen und Engagement
Im weitläufigen Bezirk Spittal erschweren Distanzen die Organisation. Penker berichtet, dass man primär versuche, regionsnahe Betreuungspersonen zu vermitteln, was nicht immer gelingt. Es gebe allerdings „einige sehr agile Damen“, die längere Wegstrecken in Kauf nähmen. Auffällig ist die aktuelle Lücke bei männlichen Betreuern: Leihopas sind im Bezirk momentan nicht vertreten; grundsätzlich melden sich überwiegend Frauen.
- Eltern erhalten flexible Entlastung bei Kinderbetreuung
- Leihomas erleben soziale Teilhabe und Sinnstiftung
- Kinder finden im Alltagsstress vertraute Ansprechpersonen
Die Vermittlung beginnt mit einer Bedarfserhebung: Familien schildern ihre Erwartungen in Bezug auf Zeitumfang und Betreuungsform, woraufhin der Omadienst passende Personen vorschlägt. Anschließend treffen Familie und Leihoma eine gemeinsame Vereinbarung.
Was das für Bewohnerinnen und Bewohner im Bezirk bedeutet
Für Eltern in Spittal kann der Omadienst eine praktische Option sein, kurzfristig Betreuungsengpässe zu überbrücken — etwa bei Arztterminen, Arbeitsplatzbedürfnissen oder kleinen Notfällen. Für ältere Frauen bietet die Tätigkeit eine Möglichkeit, Erfahrungen weiterzugeben und soziale Kontakte zu pflegen. Gleichwohl bleibt die Mobilität ein limitierender Faktor: Familien in entlegeneren Gemeinden sollten früher Kontakt aufnehmen, damit Vermittlung und Anfahrtswege geklärt werden können.
Interessierte Familien oder potenzielle Leihomas können sich beim Katholischen Familienverband informieren und ihren Bedarf anmelden. Die Koordination erfolgt nach Angaben von Penker individuell, um die Vereinbarkeit von Erwartungen und praktischen Möglichkeiten sicherzustellen.
| Betroffene Gruppe | Nutzen |
|---|---|
| Eltern | Entlastung im Alltag, kurzfristige Betreuungsunterstützung |
| Leihomas | Soziale Teilhabe, Lebensfreude, Nutzung eigener Erfahrung |
| Kinder | Stabile Bezugsperson neben den Eltern |
Die Leitung von Elisabeth Penker setzt auf praktische Vermittlung und regionale Vernetzung, um den Dienst im Bezirk sichtbarer und zugänglicher zu machen. Für viele Familien könnte dies eine spürbare Verbesserung der Betreuungssituation bringen — vorausgesetzt, engagierte Betreuerinnen sind verfügbar und die Wege bleiben überschaubar.