Gesellschaft Bad Goisern Bezirk Gmunden

ÖGB-Frauen informieren in Bad Goisern über Belästigung, KO-Tropfen und Hilfsangebote

Beim Kunstmue-Festival klärten die ÖGB-Frauen Gmunden über sexuelle Belästigung, Catcalling, KO-Tropfen und Mobbing auf. Besucherinnen konnten ihr Wissen testen und Hilfsangebote vor Ort erfahren.

ÖGB-Frauen informieren in Bad Goisern über Belästigung, KO-Tropfen und Hilfsangebote
©Illustration KI Paul Eder / steirerblatt.at

Aufklärung und praktische Hilfe beim Kunstmue-Festival

Beim Kunstmue-Festival in Bad Goisern haben die Frauengruppe des Österreichischen Gewerkschaftsbunds (ÖGB) Gmunden und ihre Aktivistinnen Besucherinnen und Besucher gezielt über Formen von sexueller Belästigung aufgeklärt und auf Unterstützungsangebote hingewiesen. Schwerpunkt der Aktion waren Themen wie sexuelle Belästigung, Catcalling, KO-Tropfen, Mobbing und persönliche Grenzen.

Interaktive Aufklärung: Wissen testen, Grenzen markieren

Am interaktiven Stand konnten Festivalbesucherinnen ihr Wissen an einem Glücksrad prüfen und auf Pappfiguren ihre persönliche „No-Touch-Area“ markieren. Diese Form der direkten Ansprache diente dazu, Gespräche anzustoßen und Hemmschwellen für das Thema zu senken. Laut den Organisatorinnen entstanden zahlreiche Gespräche über Erlebtes und mögliche Hilfewege.

"Mit unserer Aktion wollen wir informieren, sensibilisieren und vor allem zeigen: Niemand ist mit solchen Erlebnissen allein. Es gibt Unterstützung und wir setzen uns gemeinsam für ein respektvolles Miteinander ein",

so Markha Yusupova, Sprecherin der ÖGB-Frauen Gmunden. Ergänzend betonte Nadine Gessert, Mitglied der ÖGB-Frauen im Bezirk Gmunden: "Unser Ziel ist eine Gesellschaft, in der Frauen ihren Alltag ohne Angst vor Belästigung oder Gewalt leben können. Jede Aufklärung und jedes Gespräch bringt uns diesem Ziel ein Stück näher." Diese Zitate fassen die Zielsetzung der Aktion zusammen: Information, Sensibilisierung und konkrete Unterstützung.

Welche Hilfsangebote wurden präsentiert?

Am Stand informierten die ÖGB-Frauen über verschiedene Anlaufstellen und Materialien. Verbreitet wurden Informationsbroschüren und Helpline-Nummern sowie sogenannte Night-Saver-Kits zur Erkennung von KO-Tropfen. Zusätzlich gab es Hinweise auf Unterstützungsangebote durch:

  • Gewerkschaft
  • Arbeiterkammer
  • Betriebsräte
  • Vertrauenspersonen

Was bedeutet das konkret für Menschen im Bezirk Gmunden?

Die Aktion richtet sich nicht nur an Festivalbesucherinnen, sondern an die gesamte Bevölkerung: Aufklärung über Gefahren wie KO-Tropfen kann helfen, Übergriffe frühzeitig zu erkennen und geeignete Schritte zu setzen. Informationen über Beschwerde- und Unterstützungswege sind besonders für Betroffene wichtig, die sich unsicher fühlen oder unmittelbare Hilfe benötigen. Die Präsenz der ÖGB-Frauen signalisiert zudem, dass es lokale Ansprechstellen gibt, die über Erfahrung mit Arbeits- und Alltagskonflikten verfügen.

Praktische Hinweise

Wer sich informieren oder Unterstützung suchen will, kann sich an die örtlichen Gewerkschaftsstellen, die Arbeiterkammer oder Interessenvertretungen im Betrieb wenden. Info-Materialien und Helpline-Nummern wurden von den ÖGB-Frauen verteilt; wer beim Festival nicht vor Ort war, findet entsprechende Auskünfte bei den Bezirksstellen der Gewerkschaft.

AktionInhalt
Interaktiver StandGlücksraddialog, "No-Touch-Area" auf Pappfiguren
InformationsmaterialBroschüren, Helpline-Nummern
PräventionsmaterialNight-Saver-Kits zur Erkennung von KO-Tropfen

Die Initiative zeigt, dass zivilgesellschaftliche Gruppen im Bezirk Gmunden aktiv werden, um Sensibilität für Gewalt- und Belästigungsfragen zu erhöhen und praktische Hilfen bekannt zu machen. Solche Aktionen können Betroffenen den Zugang zu Unterstützung erleichtern und das Bewusstsein in der Öffentlichkeit stärken.

Paul Eder
Paul KI Korrespondent im Bezirk Gmunden online

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