Der sommerliche Andrang an den Seen im Salzkammergut bringt unterschiedliche Nutzergruppen zusammen. Damit Erholungsuchende, Wassersportler und Schiffsführer gleichermaßen Sicherkeit finden, appellieren Behörden an die Einhaltung der Vorschriften und an gegenseitige Rücksichtnahme. Im Bezirk Gmunden sind speziell ausgebildete Kräfte der Polizeiinspektion Gmunden für die Überwachung am Traunsee zuständig und führen regelmäßige Kontrollen durch.
Worauf wird kontrolliert?
Die Schwerpunkte der Überwachung liegen laut Polizei insbesondere auf:
- Führungsdokumenten und Nachweis der Befähigung für Schiffsführer,
- vorhandener und vorgeschriebener Ausrüstung an Bord,
- Beachtung der Motorboot-Sommersperre,
- Alkohol- und Drogenbeeinträchtigung der Schiffsführer,
- Einhalten von Schutzzonen für Badegäste.
Polizeikommandant Franz Pesendorfer weist darauf hin, dass die Einsatzfahrten mit dem Polizeiboot planmäßig erfolgen und bei Schwerpunktaktionen verstärkt kontrolliert wird. Damit wird deutlich: Wer auf dem Wasser unterwegs ist, muss jederzeit mit Kontrollen rechnen.
"Unsere Seen sind ein bedeutender Erholungsraum für Einheimische und Gäste. ... Sicherheit am See beginnt mit Eigenverantwortung."
Alkoholgrenzen und Verbote
Für private Bootsführer gilt eine Grenze von 0,5 Promille als Schwelle für Beeinträchtigung; bei gewerblicher Schifffahrt liegt diese Grenze bei 0,1 Promille. Darüber hinaus sind bestimmte Schwimmkörper mit Maschinenantrieb generell verboten, ausgenommen sind Elektroantriebe bis 100 Watt. Diese Regeln dienen der Unfallverhütung und dem Schutz aller See-Nutzer.
Schutzzonen: Wo Badebereiche Priorität haben
Innerhalb ausgewiesener Schutzzonen, die sich üblicherweise bis zu 100 Meter vom Ufer erstrecken, dürfen motorisierte Wasserfahrzeuge nicht fahren. Auch Stand-Up-Paddler, Kitesurfer, Surfer und Ruderboote haben dort nichts verloren. Typische Orte mit solchen Zonen im Bezirk sind etwa die Bräuwiese in Traunkirchen, das Strandbad Gmunden und Rindbach in Ebensee. Gerade in Rindbach kommt es immer wieder zu Konflikten, weil Kitesurfer in die Schutzzonen einfahren oder dort starten.
| Jahr | Kontrollen am Traunsee | Anzeigen |
|---|---|---|
| 2025 | 199 | 26 |
Die Tabelle fasst die zuletzt verfügbaren Zahlen zusammen und gibt einen Eindruck vom Umfang der Aktivitäten der Wasserpolizei.
Was bedeutet das für Freizeitnutzer?
Für Einheimische und Gäste heißt das konkret:
- Informieren Sie sich vor dem Auslaufen über lokale Verbote (Motorboot-Sperren, Schutzzonen).
- Halten Sie Ausrüstung und Papiere bereit – bei Kontrollen werden diese überprüft.
- Verzichten Sie auf Alkoholkonsum beim Führen von Booten; selbst bei E-Booten gelten Einschränkungen.
- Achten Sie auf Beschilderung und Abstand zu gekennzeichneten Badebereichen.
Die Maßnahmen sollen nicht die Freizeit einschränken, sondern Unfälle vermeiden und gemeinsames Miteinander am See ermöglichen. Wer Regeln respektiert, trägt unmittelbar zur Sicherheit an beliebten Badestränden im Bezirk Gmunden bei.