Modernisierung in Friensdorf: Mehr Leistung, mehr Kapazität
In Friensdorf (Gemeinde Wartberg ob der Aist) ist am Donnerstag das erneuerte 110/30‑kV‑Umspannwerk offiziell in Betrieb gegangen. Die Maßnahme, die die Linz Netz GmbH durchgeführt hat, umfasst einen kompletten Neubau der Anlage und eine deutliche Verstärkung der technischen Ausstattung.
Wesentliche Neuerung: Durch die Installation eines zusätzlichen Transformators hat sich die Leistungskapazität vor Ort von 30 auf 60 MVA verdoppelt. Die dadurch gewonnenen Kapazitäten ermöglichen laut Betreiber, dass im Versorgungsgebiet des Umspannwerks rund 10.000 zusätzliche Haushalte mit Strom versorgt werden könnten. Hauptziel der Aufrüstung ist allerdings nicht allein die Ausweitung der Haushaltsversorgung, sondern vor allem die Unterstützung der regionalen Erneuerbaren-Energien‑Integration.
Welche Gemeinden profitieren?
Das Umspannwerk versorgt ein Einzugsgebiet, das 14 Gemeinden umfasst. Für die Bürgerinnen und Bürger im Bezirk bedeutet das eine erhöhte Versorgungssicherheit und bessere Voraussetzungen für den weiteren Ausbau dezentraler Energieprojekte.
- Bad Zell
- Engerwitzdorf
- Gallneukirchen
- Gutau
- Hagenberg im Mühlkreis
- Kefermarkt
- Neumarkt im Mühlkreis
- Pierbach
- Pregarten
- Rechberg
- Schönau im Mühlkreis
- Tragwein
- Unterweitersdorf
- Wartberg ob der Aist (Standortgemeinde)
| Fakt | Angabe |
|---|---|
| Trafo-Leistung (vorher) | 30 MVA |
| Trafo-Leistung (neu) | 60 MVA |
| Versorgbare zusätzliche Haushalte | ~10.000 |
| Investition | 18 Mio. Euro (Linz Netz GmbH) |
„Die Versorgungssicherheit unserer Kunden hat für die Linz AG oberste Priorität. Die sichere und rasche Verfügbarkeit von Energie ist heute mehr denn je ein unverzichtbarer Faktor für die Attraktiv…“
Technische und regionale Bedeutung
Neben dem zusätzlichen Transformator wurde die bisherige 110‑kV‑Freiluftschaltanlage durch eine moderne, gasisolierte 110‑kV‑Innenraumschaltanlage ersetzt. Diese Umstellung schafft nicht nur mehr Platz auf dem Areal, sondern ermöglicht auch künftig unkompliziertere Erweiterungen der Anlage, wenn zusätzliche Kapazitäten benötigt werden.
Für Haushalte und Betriebe in der Region bringt die Aufrüstung vor allem eine robustere Netzstabilität. Gleichzeitig schafft die erhöhte Leistungsspielräume für die Einspeisung von Strom aus Photovoltaik‑ oder anderen erneuerbaren Erzeugern, die in den kommenden Jahren vor Ort weiter wachsen sollen.
Finanzierung und Ausblick
Die Linz Netz GmbH, eine Tochtergesellschaft der Linz AG, hat rund 18 Millionen Euro in den Ausbau investiert. Mit dem Umbau ist laut Betreiber nicht zuletzt die Grundlage gelegt, um künftige Energiewende‑Projekte in der Region technisch zu unterstützen und die Versorgungssicherheit auch bei steigender Belastung zu gewährleisten.
Für Bewohnerinnen und Bewohner der betroffenen Gemeinden bedeutet das: stabilere Stromversorgung, bessere Voraussetzungen für eigene Erzeugungsanlagen und ein Netz, das auf weitere Ausbauten ausgelegt ist.