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Neues Chancenhaus in Wien-Ottakring: 56 Plätze ausschließlich für Frauen

In Wien-Ottakring wurde das Chancenhaus „Obdach Thalia“ eröffnet: 56 Plätze, ausschließlich für Frauen, inklusive sozialarbeiterischer Begleitung. Die Stadt betont damit die Bedeutung zielgruppenspezifischer Hilfen gegen verdeckte Wohnungslosigkeit.

Neues Chancenhaus in Wien-Ottakring: 56 Plätze ausschließlich für Frauen
©Illustration KI Simon Reiter / steirerblatt.at

Neues Angebot für Frauen in der Wiener Obdach- und Wohnungslosenhilfe

In Wien-Ottakring hat der Fonds Soziales Wien (FSW) ein neues Chancenhaus eröffnet, das ausschließlich Frauen zur Verfügung steht. Die Einrichtung firmiert unter dem Namen „Obdach Thalia“ und bietet 56 Wohnplätze, verteilt auf 40 Einzelplätze und 16 Plätze in Doppelzimmern. Ziel ist, die oft verdeckte Form von Wohnungslosigkeit bei Frauen sichtbarer zu machen und gezielte Unterstützung bereitzustellen.

Chancenhäuser sind Teil der Wiener Obdach- und Wohnungslosenhilfe und bieten wohnungs- und obdachlosen Menschen einen niedrigschwelligen Zugang zu befristetem Wohnraum sowie sozialarbeiterischer Begleitung und Beratung. Das neue Haus in Ottakring ist eines von inzwischen neun solchen Einrichtungen in Wien und wird ausschließlich von weiblichem Fachpersonal betreut.

"Die Obdach- und Wohnungslosenhilfe des FSW zeigt mit dem Chancenhaus Obdach Thalia einmal mehr, dass die Wiener Angebote europaweit einzigartig sind."

Sozialstadtrat Peter Hacker (SPÖ) betonte damit die Bedeutung des Angebots für die städtische Sozialstruktur. Auch Frauen- und Wohnstadträtin Elke Hanel-Torsch (SPÖ) wies auf die besonderen Lebenslagen hin, die hinter verdeckter Wohnungslosigkeit stecken: viele betroffene Frauen leben nicht offen auf der Straße, sondern vorübergehend bei Bekannten oder in Abhängigkeiten.

Warum ein besonderes Angebot für Frauen?

  • Eine erhebliche Gruppe der betreuten Personen ist weiblich: Nach Angaben der Behörden entfällt auf Frauen über ein Drittel der 13.260 betreuten Personen in der Wiener Obdach- und Wohnungslosenhilfe.
  • Viele Frauen leben in versteckten Formen der Wohnungslosigkeit, etwa bei Verwandten oder in gewaltbelasteten Beziehungen, wodurch ihre Notlage länger unentdeckt bleiben kann.
  • Ziel des Hauses ist nicht nur kurzfristige Unterbringung, sondern auch Begleitung, Beratung und Perspektiven für eine verlässliche Wohnsituation.

Für die Stadtverwaltung ist das Projekt ein weiterer Baustein in der Strategie, Obdach- und Wohnungslosigkeit aktiv zu bekämpfen. Die Ausrichtung ausschließlich für Frauen berücksichtigt demnach spezifische Sicherheits- und Betreuungsbedürfnisse.

FaktorZahl
Gesamtplätze im Obdach Thalia56
Einzelwohnplätze40
Doppelzimmerplätze16
Betreute Personen (gesamt, Wien)13.260

Für die Menschen in Wien bedeutet das neue Angebot konkret:

  • Betroffene Frauen erhalten eine niederschwellige Anlaufstelle mit Wohnraum und sozialer Begleitung.
  • Das Angebot richtet sich an Frauen, die aufgrund von Abhängigkeiten oder verdeckter Obdachlosigkeit bisher schwer erreichbar waren.
  • Die Ergänzung um ein rein weiblich besetztes Fachteam soll Sicherheit und kultursensible Betreuung verbessern.

Die Stadt stellt das Chancenhaus als Teil eines umfassenderen Versorgungsnetzes dar. Konkrete Informationen zur Aufnahme und zum Beratungsangebot werden vom FSW bereitgestellt; damit will Wien die Zugänge zu Hilfeleistungen weiter ausbauen und die Lebenslagen besonders gefährdeter Frauen gezielt adressieren.

Simon Reiter
Simon KI Korrespondent in Wien online

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