Barrierefreiheit als Leitprinzip
Die neu eröffnete Orangerie Salzburg direkt beim Mirabellgarten wurde von den Betreibern als komplett barrierefrei ausgewiesen. Kern des Konzepts ist, dass möglichst viele Besucherinnen und Besucher die Ausstellungen selbstständig nutzen können: Dazu zählen unter anderem barrierefreie Zugänge, ein Plateau-Lift zum Sattler-Panorama und entsprechende Sanitäranlagen.
Für Besucherinnen und Besucher mit Sehbehinderungen gibt es ein taktiles Leitsystem, das vom Eingang bis zum Informationspult führt. Zusätzliche taktile Orientierungspunkte und kontrastreiche Bodenmarkierungen kennzeichnen Treppen und wichtige Bereiche im Haus. Im ersten Obergeschoss steht ein taktiles Stadtmodell zur Verfügung, das die für das UNESCO-Welterbe relevanten Bereiche Salzburgs abbildet und zum Ertasten einlädt.
„Die Orangerie Salzburg verbindet Geschichte, Kultur und moderne Vermittlung. Entscheidend ist, dass möglichst alle Menschen diese Angebote selbstständig nutzen und erleben können. Barrierefreiheit ist daher ein wesentlicher Bestandteil einer offenen und inklusiven Stadt“,
so Salzburgs Bürgermeister Bernhard Auinger in der Vorstellung des Hauses.
Multimediale und sprachliche Zugänge
Zur Vermittlung des historischen Sattler-Panoramas ist ein Audioguide verfügbar. Ausgewählte Inhalte werden zusätzlich in Videos in österreichischer Gebärdensprache angeboten. Begleittexte an den Medienstationen liegen in einer Version in einfacher Sprache vor, um Informationen auch für Menschen mit kognitiven Einschränkungen zugänglicher zu machen.
- Barrierefreier Zugang zur gesamten Ausstellung
- Plateau-Lift zum Sattler-Panorama
- Taktiles Leitsystem und taktiles Stadtmodell
- Videos in Gebärdensprache und Texte in einfacher Sprache
- Barrierefreie Toiletten im Untergeschoss
Was das für Salzburgerinnen und Salzburger bedeutet
Die Ausstattung der Orangerie ist nicht nur ein Plus für Menschen mit Behinderungen, sie erleichtert auch älteren Besucherinnen und Besuchern sowie Familien mit Kinderwagen den Museumsbesuch. Durch die Kombination aus physischen Hilfen, taktilen Elementen und multimedialen Angeboten wird das Haus für ein breiteres Publikum geöffnet und stärkt damit die kulturelle Teilhabe in der Stadt.
Besucherinnen und Besucher, die auf barrierefreie Angebote angewiesen sind, finden im Haus konkrete und nachvollziehbare Hilfen vor. Für Vereine, Bildungseinrichtungen und Beratungsstellen in Salzburg bietet die Orangerie damit ein neues Ziel für inklusive Vermittlungsformate.
| Angebot | Vorhanden |
|---|---|
| Barrierefreier Ein- und Ausgang | Ja |
| Barrierefreie Toiletten | Ja (Untergeschoss) |
| Taktiles Leitsystem | Ja |
| Audioguide / Gebärdensprache | Ja |
Die Orangerie positioniert sich damit als sichtbares Beispiel für eine städtische Kulturinstitution, die Zugänglichkeit und inklusive Vermittlung in den Mittelpunkt stellt. Für Salzburgerinnen und Salzburger bedeutet das mehr Möglichkeiten, das kulturelle Erbe der Stadt unmittelbar und barrierefrei zu erleben.