Der beliebte Drauradweg zwischen Sillian und Lienz steht im Fokus von Sicherheitsmaßnahmen: Im vergangenen Jahr meldeten Einsatzkräfte insgesamt 85 Verletzte auf der Strecke, wie Franz Theurl, Obmann des Tourismusverbandes Osttirol, bestätigt. Als unmittelbare Reaktion trug ein Team der Stadtgemeinde Lienz jüngst Bodenmarkierungen und sogenannte Sperrlinien entlang besonders gefährlicher Abschnitte auf.
Grund für die Maßnahmen
Die Zahl der Rettungseinsätze habe bei Verantwortlichen „die Alarmglocken schrillen lassen“, sagt Theurl. In Gesprächen mit Jakob Ebner, dem stellvertretenden Bezirkspolizeikommandanten, sei besprochen worden, wie die Sicherheitsstandards auf der vielbefahrenen Touristenroute erhöht werden können. Ziel sei, durch sichtbare Markierungen das Verhalten von Radfahrenden zu lenken und damit Unfälle zu reduzieren.
„Einsatzort Drauradweg“
Harald Haider, Obmann des Radwegvereins, bezeichnet die Initiative als partikulare Verkehrssicherheitsmaßnahme. Neben den aufgebrachten Sperrlinien kündigte der Verein an, im Laufe der Woche weitere Maßnahmen umzusetzen: In bestimmten Bereichen sollen Warnschilder angebracht werden, die künftig zweisprachig — auch auf Italienisch — gestaltet sein werden, um insbesondere Gäste aus dem benachbarten Italien besser zu erreichen.
Was vor Ort geändert wurde
- Aufbringung von Bodenmarkierungen und Sperrlinien zwischen Abfaltersbach und Lienz.
- Pläne zur Ausweitung weiterer Sperrlinien an Gefahrenstellen.
- Anbringung von zweisprachigen Warnschildern, entworfen vom Radwegverein.
Die Maßnahmen zielen nicht nur auf eine optische Warnwirkung; durch klare Fahrbahngestaltung soll das Risiko von Zusammenstößen zwischen unterschiedlichen Nutzergruppen (Freizeitradler, E-Biker, Fußgänger) vermindert werden. Besonders auf touristisch stark frequentierten Abschnitten bringt dies praktische Vorteile für Anrainer, Gewerbetreibende entlang der Route und Rettungsdienste, die weniger häufig und zielgerichteter alarmiert werden könnten.
| Parameter | Angabe |
|---|---|
| Verletzte (letztes Jahr) | 85 |
| Betroffener Streckenabschnitt | Sillian–Lienz (zwischen Abfaltersbach und Lienz) |
| Bisherige Maßnahmen | Bodenmarkierungen, Sperrlinien, geplante zweisprachige Schilder |
Konkrete Angaben zu Anzahl und genauen Positionen der neuen Schilder oder einem Zeitplan für weitere Markierungen liegen bislang nicht vor. Ebenso wurde nicht mitgeteilt, ob begleitende Kontrollen oder Aufklärungskampagnen für Radfahrende geplant sind. Die Verantwortung für die Ausführung liegt beim Radwegverein und der Stadtgemeinde Lienz, in Abstimmung mit der Bezirkspolizei.
Für Nutzerinnen und Nutzer des Drauradwegs bedeutet dies: Achten Sie auf neue Markierungen, halten Sie in engen oder unübersichtlichen Stellen deutliches Tempo und beachten Sie künftig die Warnschilder — auch in italienischer Sprache. Wer wiederholt gefährliche Stellen beobachtet, kann diese den lokalen Behörden oder dem Radwegverein melden, damit weitere Maßnahmen gezielt geplant werden können.
Die kurzfristig umgesetzten Bodenmarkierungen sind ein erster Schritt — ob die Maßnahmen die Zahl der Unfälle nachhaltig senken, wird sich erst in den kommenden Monaten anhand neuer Unfallstatistiken beurteilen lassen.