Empfehlung aus Strategieprozess betrifft zentrale Knoten entlang der B 320
Im Rahmen eines Strategieprozesses zur Verkehrslösung in der Stadt Liezen haben die Stadtgemeinde, regional zuständige Stellen, relevante Stakeholder und das Land Steiermark eine fachliche Untersuchung der bestehenden Verkehrsituation durchgeführt. Ziel war es, verkehrliche Lösungen am Bestand zu prüfen und insbesondere die Leistungsfähigkeit der B 320 Ennstal Straße zu steigern.
Die Untersuchung gliederte die B 320 im Stadtgebiet in insgesamt sechs Module. Nach einer ersten Wirkungsanalyse schieden die Module 1 und 2 aus, weil sie laut Bericht wenig zur Zielerfüllung beitragen. Für die weiterführende Nutzen-Kosten-Analyse blieben die Module 3 bis 6 relevant.
| Modul | Bereich / Knotenpunkt |
|---|---|
| 1 | Kreuzung Ausseer Straße und B 320 beim Autohaus Vogl & Co |
| 2 | Ab- und Auffahrt zur L740 Döllacherstraße |
| 3 | Huemerkreuzung – Einbindung B 138 Pyhrnpass Straße und Anbindung ELI |
| 4 | „McDonalds Kreuzung” – Einbindung B 113 Schoberpass Straße |
| 5 | Bereich rund um die „Kika-Kreuzung” unter Berücksichtigung der Bushaltestellen |
| 6 | Kreisverkehr Liezen Ost – Zubringer von/zu A9, Einbindung B 146 und Werkstraße |
Aus der Gegenüberstellung der verbleibenden Varianten ging als fachlich empfehlenswerte Lösung die Variante „Fly-over mit Ampel” hervor. Diese kombiniert die Module 3, 4, 5 und 6.
Wesentliche Eckpunkte der empfohlenen Maßnahme sind:
- Ergänzung des Moduls „Kreisverkehr Bellaflora” (Modul 6) durch eine Brücke für die B 320 (Fly-over), die den Durchzugsverkehr von und zur A9 Pyhrnautobahn überführt.
- Beibehaltung der Aufschließung der übrigen Wegebeziehungen über den bestehenden Kreisverkehr „Bellaflora”.
- Integration der Module rund um die Kika-Kreuzung (Modul 5) sowie die Einbindung der B 113 und B 138 (Module 4 und 3) in das Gesamtkonzept, ergänzt durch Ampelregelungen.
Die zweistufige Prüfung – zuerst eine Wirkungsanalyse, danach eine Nutzen-Kosten-Analyse – bildete die fachliche Grundlage für diese Empfehlung. Das Ergebnis der Analyse zeigt, dass die Kombination der vier Module aus Sicht der untersuchten Kriterien am zielführendsten ist.
Für die Bevölkerung in Liezen bedeutet die vorgeschlagene Variante konkret:
- Durch die Führung des Durchzugsverkehrs über einen Fly-over würde der innerörtliche Verkehr an zentralen Knotenpunkten entlastet.
- Örtliche Wegebeziehungen und Zufahrten blieben über bestehende Knoten, wie den Kreisverkehr „Bellaflora”, erhalten, wodurch lokale Erreichbarkeiten gewahrt werden sollen.
- Die Einbindung von Bushaltestellen im Bereich der Kika-Kreuzung (Modul 5) wurde ausdrücklich berücksichtigt, was Bedeutung für den öffentlichen Verkehr und Fußgänger hat.
Weitere Schritte – etwa konkrete Planungen, Zeitpläne oder Finanzierungsentscheidungen – wurden im vorliegenden Bericht nicht genannt. Die Empfehlung stellt jedoch eine klare fachliche Basis dar, auf der Gemeinde und Land weitere Entscheidungen zur Umsetzung oder vertiefenden Planung aufbauen können.