Eine Schülerin des Europagymnasiums Leoben hat beim landesweiten Wettbewerb Prix Styria eine der vorderen Plätze belegt: Katharina Posch erhielt den zweiten Preis für ihre Maturaarbeit mit dem Titel „Biokatalytische Herstellung von Nukleosidanaloga“. Die Auszeichnung wurde von der Steiermärkischen Landesbibliothek überreicht, die den Prix Styria in diesem Jahr zum zehnten Mal vergab.
Preis, Jury und Rahmenbedingungen
Mit dem Prix Styria werden herausragende Abschlussarbeiten aus AHS und BHS prämiert. Bewertet werden laut Ausschreibung Arbeiten mit klarem Bezug zur Steiermark, hoher Aktualität und Innovationskraft sowie ausgezeichneter sprachlicher und fachlicher Qualität. In diesem Durchgang wurden 43 Arbeiten von 22 steirischen Schulen eingereicht; die Auswahl erfolgte durch eine fachlich hochkarätig besetzte Jury.
Übergabe und Betreuung
Die Urkunde und das Preisgeld in der Höhe von 300 Euro überreichten Bibliotheksdirektorin Katharina Kocher-Lichem, Projektleiterin Evelyn Wagner sowie Jurymitglied Wolfgang Paill. Begleitet wurde die Preisträgerin vom Team des Europagymnasiums: ABA-Betreuerin Sigrid Diethart und Praktikumsbetreuer Martin Pfeiffer von der TU Graz waren bei der Übergabe anwesend.
Bedeutung für die Region und Bildungswege
Die Auszeichnung zeigt, dass naturwissenschaftlich anspruchsvolle Projekte mit lokalem Bezug in Leoben erstellt werden und externe Forschungspartner einbinden. Poschs Arbeit, die sich mit biokatalytischer Herstellung befasst, steht beispielhaft für einen Zugang zur Biotechnologie, wie er in der Region sowohl an weiterführenden Schulen als auch an Hochschulen zunehmend an Bedeutung gewinnt. Für Schülerinnen und Schüler im Bezirk weist die Prämierung auf Möglichkeiten hin, Maturaarbeiten als Sprungbrett zu Forschungspraktika und weiterführenden Studien zu nutzen.
- Preisträgerin: Katharina Posch, Europagymnasium Leoben
- Arbeitstitel: „Biokatalytische Herstellung von Nukleosidanaloga“
- Preis: Zweiter Preis, 300 Euro
- Veranstalter: Steiermärkische Landesbibliothek (10. Vergabe)
- Einreichungen: 43 Arbeiten von 22 Schulen
Konkrete Hinweise für Schüler, Eltern und Schulen
Für Maturanten und Betreuerinnen in der Region sind mehrere Punkte aus der Preisvergabe relevant: Eine starke fachliche Ausrichtung, klarer Praxisbezug und externe Betreuung — etwa durch Hochschulpraktika — erhöhen die Chancen auf Anerkennung. Die Zusammenarbeit mit Forschungseinrichtungen wie der TU Graz kann Zugänge zu Laborressourcen und Expertenfeedback bieten. Die Preisvergabe verdeutlicht außerdem, dass regionale Institutionen wie die Landesbibliothek Projekte unterstützen und sichtbarmachen.
| Aspekt | Information |
|---|---|
| Veranstalter | Steiermärkische Landesbibliothek |
| Siegerarbeit | „Biokatalytische Herstellung von Nukleosidanaloga“ (Katharina Posch) |
| Preisgeld | 300 Euro (zweiter Preis) |
| Anzahl Einreichungen | 43 Arbeiten aus 22 Schulen |
Die Auszeichnung ist für das Europagymnasium ein positives Signal: Sie dokumentiert die Qualität der Betreuung am Standort Leoben und stellt zugleich einen Impuls dar, Maturaarbeiten als ernstzunehmende wissenschaftliche Beiträge wahrzunehmen. Für die Preisträgerin selbst kann die Anerkennung — ergänzt durch bereits erhaltene Ehrungen wie den Hauptpreis der Gesellschaft Österreichischer Chemiker — ein Vorteil bei Bewerbungen für Studienplätze oder Forschungspraktika sein.
Die Lokalredaktion wird die weitere Entwicklung von Kooperationen zwischen Schulen und Hochschulen sowie mögliche Folgeprojekte aus Leoben beobachten, da solche Vernetzungen langfristig auch den Wissenschafts- und Wirtschaftsstandort in der Region stärken können.