Vom anfänglichen Wanderkreis zur verlässlichen Gemeinschaft
Vor rund fünf Jahren nahm eine Gruppe wanderfreudiger Bezirksbewohner Fahrt auf, nun zählt sie 45 Mitglieder aus dem Bezirk Leoben sowie aus umliegenden Orten wie Bruck an der Mur, Graz und Hieflau. Initiatorin des Projekts war die 66-jährige Andrea Gruber, die als damals neu formierte Leiterin einer Wandergruppe begonnen hatte. Was als kleine Runde startete, hat sich zu einer dauerhaften, intensiven Gemeinschaft entwickelt, in der Bewegung und vor allem zwischenmenschlicher Kontakt eine große Rolle spielen.
Regelmäßigkeit und Vielfalt als Erfolgsfaktoren
Wesentlich für den Auf- und Ausbau dieser Gruppe sind die klaren Gewohnheiten: Etwa 20 besonders aktive Teilnehmerinnen und Teilnehmer treffen sich kontinuierlich –
- Wöchentlich zu den Wanderungen, meist montags oder mittwochs
- Alle zwei Wochen zu einem Stammtisch für jene, die kleinere Touren bevorzugen oder weniger gut zu Fuß sind
- Zusätzliche Aktivitäten: Besuche von Kulturveranstaltungen und organisierte Auslandsreisen
Diese Mischung aus Bewegung, Kultur und sozialen Treffen macht die Gruppe nach Aussage der Gründerin belastbar gegenüber saisonalen Schwankungen und individueller Leistungsfähigkeit. Selbst bei Sommerhitze werden die Touren angepasst: früh am Morgen gestartet oder als kurze, viele Pausen enthaltende Wanderung geplant.
Zwischenmenschlicher Halt als zentrales Element
Die Teilnehmer beschreiben die Gemeinschaft als eng verbunden und humorvoll. Für viele steht nicht allein die körperliche Betätigung im Vordergrund, sondern die Möglichkeit, Kontakte zu pflegen und Freundschaften zu vertiefen. Diese soziale Komponente hat laut Gründerin dazu geführt, dass die Gruppe intern als „Wanderfamilie“ bezeichnet wird.
„Wir sind zur ‚Wanderfamilie‘ zusammengewachsen, tiefe Freundschaften sind entstanden“,
so Andrea Gruber, die neben ihrer früheren Tätigkeit als kaufmännische Direktorin auch in Kosmetik und Marketing selbstständig gearbeitet hat.
Bedeutung für den Bezirk Leoben
Solche Initiativen leisten einen Beitrag zur Gesundheitsförderung und zur sozialen Einbindung, besonders für ältere Bürgerinnen und Bürger. Durch regelmäßig stattfindende Treffen bleiben Beziehungen stabil, Vereinsamung kann entgegengewirkt werden, und lokale Treffpunkte werden belebt. Die Gruppe ist zudem ein Beispiel dafür, wie informelle Netzwerke durch Mundpropaganda wachsen und Menschen über Gemeindegrenzen hinweg verbinden.
| Gründungsjahr | Mitglieder (aktuell) | Aktive Wanderer | Treffen |
|---|---|---|---|
| 2019 | 45 | ca. 20 | Wöchentlich / alle 2 Wochen Stammtisch |
Für interessierte Mitbürgerinnen und Mitbürger, die Anschluss an die Gruppe suchen, ist die Empfehlung: Per Mundpropaganda nachfragen oder bei lokalen Veranstaltungen und Gemeindezentren nach aktuellen Kontakten Ausschau halten. Die Gruppe zeigt, dass Bewegungsangebote mit niedrigschwelligen Einstiegsmöglichkeiten – etwa kürzere Wanderungen und regelmäßige Stammtische – auch weniger mobileren Personen Teilnahme und sozialen Austausch ermöglichen.
Insgesamt steht die Entwicklung von einem losen Wanderkreis zu einer stabilen Gemeinschaft stellvertretend für eine Reihe ähnlicher Initiativen im Bezirk Leoben, die Gesundheit, Kultur und Nachbarschaftspflege verbinden.