Neues Rüsthaus bietet moderne Infrastruktur für den Schutz der Bevölkerung
In Vordernberg wurde am vergangenen Samstag das neue Rüsthaus der Freiwilligen Feuerwehr feierlich eröffnet und gesegnet. Nach jahrelanger Planung ist damit eine Anlage in Betrieb genommen worden, die sowohl die tägliche Einsatzbereitschaft der Einsatzkräfte als auch Ausbildung und Hygiene deutlich verbessert.
Das Gebäude umfasst eine Fahrzeughalle mit vier Stellplätzen und einem angebauten Schlauchturm, außerdem eine Waschbox mit großen frontseitigen Toren. Rückseitig ist eine separate Ausfahrt für das Mehrzweckfahrzeug vorgesehen. Für die Mannschaft stehen ein Schulungsraum, eine Kommandozentrale, eine Küche sowie moderne Sanitärräume zur Verfügung. Die Umkleiden sind als Doppelspinde getrennt für Frauen und Männer ausgeführt. Zudem ist in der Fahrzeughalle eine Schmutzschleuse mit Stiefelwaschanlage integriert.
- Fahrzeughalle mit 4 Stellplätzen und Schlauchturm
- Getrennte Umkleiden, moderne Sanitärbereiche
- Schulungsraum und Kommandozentrale für Ausbildung und Einsatzleitung
- Photovoltaikanlage und 41‑Kilowatt‑Notstromaggregat für Stromversorgung
Finanzierung, Eigenleistung und Nachhaltigkeit
Die Errichtung wurde innerhalb eines Jahres umgesetzt. Die angegebenen Gesamtbaukosten betragen 2.750.000 Euro. Dieses Volumen wurde gemeinsam getragen: Land Steiermark, der Landesfeuerwehrverband Steiermark und die Marktgemeinde Vordernberg teilten sich die Finanzierung. Die Feuerwehr selbst leistete einen finanziellen Beitrag in Höhe von 200.000 Euro durch Spenden sowie 3.000 Stunden an Eigenleistungen.
| Posten | Angabe |
|---|---|
| Gesamtbaukosten | 2.750.000 Euro |
| Finanzieller Feuerwehrbeitrag | 200.000 Euro |
| Eigenleistungen | 3.000 Stunden |
| Notstromaggregat | 41 Kilowatt |
Bedeutung für Einsatzfähigkeit und Gemeinde
Das neue Rüsthaus verbessert nicht nur die Unterbringung der Fahrzeuge, sondern schafft auch zeitgemäße Rahmenbedingungen für Ausbildung und Einsatzkoordination. Für die 45 aktiven Feuerwehrleute, darunter sechs Frauen, sowie die zwei Feuerwehrjugendlichen erhöht sich die Qualität der täglichen Vorbereitungen. Die moderne Infrastruktur kann helfen, Einsätze effizienter zu koordinieren und die Sicherheit der Bevölkerung im Bezirk kurzfristig zu stärken.
Die feierliche Übergabe beinhaltete zudem die Segnung des neuen Einsatzleitfahrzeuges (ELF), das seit März in Vordernberg stationiert ist und als Stützpunktfahrzeug im Feuerwehrbereich Leoben fungiert. Mit diesem Fahrzeug und dem neuen Rüsthaus steht der Marktgemeinde eine bessere Ausrüstung für größere Einsätze zur Verfügung.
Die Umsetzung innerhalb eines Jahres, die kombinierte Finanzierung und die umfangreiche Eigenleistung der Feuerwehr zeigen das Engagement der Gemeinde und ihrer Einsatzkräfte. Für die Bevölkerung bedeutet dies eine nachhaltige Investition in Sicherheit und Notfallvorsorge.