Freiwillige erhalten kultur- und naturräumliche Offenflächen
Auf der Kletschachalm im Bezirk Leoben haben sich kürzlich 20 Freiwillige zu einer gezielten Pflegeaktion versammelt, um die Almflächen von aufkommendem Gestrüpp zu befreien. Anlass war der steiermarkweite „Tag der Almen“, bei dem die Landwirtschaftskammer und der Almwirtschaftsverein ehrenamtliche Unterstützung mobilisieren.
Die Helferinnen und Helfer entfernten Stauden, Sträucher, Farne und andere unerwünschte Vegetation, die – wenn sie nicht regelmäßig beseitigt wird – zur Verbuschung und schließlich zur Verwilderung der offenen Almen führen kann. Solche Eingriffe sind wichtig, um das Landschaftsbild und die Erholungsqualität für Bewohnerinnen und Besucher zu erhalten.
Bedeutung für Tourismus und Landwirtschaft
Offene Almen sind im Bezirk Leoben ein Bestandteil des regionalen Tourismusangebots und dienen den Menschen als Naherholungsraum. Die traditionelle Bewirtschaftung, wozu Beweidung und gezieltes Schwenden zählen, sichert dieses Erscheinungsbild und fördert die Artenvielfalt.
Experten der Landwirtschaftskammer haben den ökonomischen Wert dieser Pflegemaßnahmen berechnet: Würden bäuerliche Familien diese Arbeit nicht leisten, entstünde laut diesen Berechnungen ein jährlicher Aufwand in der Größenordnung von 40 Millionen Euro. Die Summe macht deutlich, dass die ehrenamtliche und bäuerliche Arbeit nicht nur kulturell, sondern auch wirtschaftlich relevant ist.
„Experten der Landwirtschaftskammer Steiermark haben errechnet, dass die Almpflege-Leistungen jährlich 40 Millionen Euro kosten würden, würden die Bäuerinnen und Bauern diese schweißtreibende Arbeit nicht machen“,
— Aussage der Landwirtschaftskammer, wiedergegeben bei der Aktion auf der Kletschachalm.
Konkrete Folgen für den Bezirk Leoben
Für Bewohnerinnen und Besucher im Bezirk bedeutet die Pflegemaßnahme konkret:
- Erhalt von Wander- und Erholungsräumen mit guter Sichtbarkeit der Kulturlandschaft,
- Schutz offener Flächen, die seltene Tier- und Pflanzenarten beherbergen,
- Sicherung eines Teils der touristischen Attraktivität der Region.
Die Pflege der Almen bleibt jedoch arbeitsintensiv. In der Regel tragen lokale Bäuerinnen und Bauern die Hauptlast dieser Arbeit; ergänzende Freiwilligenaktionen erhöhen die Schlagkraft und ermöglichen gezielte Maßnahmen an schwer zugänglichen Stellen.
Dauerhafte Aufgaben und Mitmachmöglichkeiten
Solche Einsätze zeigen, wie lokales Engagement und fachliche Unterstützung durch Kammer und Almwirtschaftsverein zusammenwirken. Für Interessierte bestehen weiterhin Möglichkeiten, sich an ähnlichen Aktionen zu beteiligen; Informationen und Termine werden üblicherweise von der Landwirtschaftskammer Steiermark und örtlichen Almvereinen bekanntgegeben.
| Fakt | Angabe |
|---|---|
| Anzahl Freiwillige | 20 |
| Wert geschätzter Almpflege | 40 Millionen Euro jährlich (laut Landwirtschaftskammer) |
| Veranstaltungsrahmen | „Tag der Almen“ |
Die Aktion auf der Kletschachalm ist ein Beispiel dafür, wie lokale Initiativen zur Bewahrung der offenen Almen beitragen. Für den Bezirk Leoben bleibt die Pflege dieser Flächen ein fortwährendes Thema – ökologisch wie ökonomisch.