Volkskultur und Praxis: Neuer Lehrgang bringt traditionelles Wissen in die Gegenwart
Beim erstmals angebotenen Lehrgang „Volkskultur neu denken“ erhielten die Absolventinnen und Absolventen kürzlich ihre Zertifikate. Die Initiative entstand in Kooperation zwischen der Volkskultur Niederösterreich und dem Institut für Europäische Ethnologie der Universität Wien. Unter den Ausgezeichneten befand sich mit Robert Müller ein Teilnehmender aus Bockfließ, was die lokale Verankerung des Projekts deutlich macht.
Der Lehrgang verfolgte das Ziel, Traditionen nicht als unveränderliche Relikte, sondern als lebendige Kulturpraxis des 21. Jahrhunderts zu begreifen. Vermittelt wurden sowohl historische und ethnologische Perspektiven als auch praktische Werkzeuge, um volkskulturelle Inhalte in zeitgemäße Vermittlungsformate zu überführen. Damit richtete sich das Angebot an Personen, die in Vereinen, Museen oder kulturellen Initiativen tätig sind oder sich dort engagieren wollen.
Bedeutung für den Bezirk Mistelbach
Für den Bezirk Mistelbach ist der Lehrgang aus mehreren Gründen relevant: Er stärkt fachliche Kompetenz vor Ort, fördert die Vernetzung zwischen regionalen Akteurinnen und Akteuren und schafft Transfermöglichkeiten für Veranstaltungen, Ausstellungen und Bildungsangebote. Die Teilnahme von Bewohnern aus Gemeinden wie Bockfließ erhöht die Chance, dass lokale Bräuche und Sammlungen künftig systematischer dokumentiert und öffentlich zugänglich gemacht werden.
- Kooperation: Volkskultur Niederösterreich & Universität Wien
- Programm: Praxisnahe Weiterbildung und ethnologische Einordnung
- Lokaler Bezug: Mindestens ein Teilnehmender aus Bockfließ wurde zertifiziert
Die Projektverantwortlichen zeigten sich mit dem ersten Durchlauf zufrieden und werteten die Kombination aus universitärer Forschung und praktischer Volkskulturarbeit als fruchtbar. Für Interessierte vor Ort ergeben sich daraus konkrete Möglichkeiten: Mit dem erworbenen Wissen lassen sich Veranstaltungen moderner aufbereiten, Bildungsangebote für Schulen entwickeln oder Sammlungsbestände besser erschlossen werden.
Die offizielle Übergabe der Zertifikate wurde fotografisch dokumentiert; auf einem der Bilder sind der Geschäftsführer der Volkskultur Niederösterreich, Harald Froschauer, sowie die Lehrgangsleiterin Brigitta Schmidt-Lauber zu sehen, neben den Teilnehmenden aus dem ersten Durchgang.
| Person | Rolle |
|---|---|
| Harald Froschauer | Geschäftsführer Volkskultur Niederösterreich |
| Brigitta Schmidt-Lauber | Lehrgangs-Leiterin |
| Robert Müller | Teilnehmer, wohnhaft in Bockfließ |
Wer sich für künftige Lehrgänge oder Kooperationen interessiert, findet in der Zusammenarbeit von volkskulturellen Einrichtungen und wissenschaftlichen Instituten ein bewährtes Modell: Theorie und Praxis werden verbunden, um kulturelles Wissen nachhaltig zu sichern und zeitgemäß zu vermitteln. Lokalakteure im Bezirk Mistelbach können davon profitieren, indem sie erworbenes Know-how in Vereinen, Museen und Bildungsprojekten einsetzen.