Weniger Asphalt, mehr Grün: Johannesplatz neu gestaltet
In Laxenburg hat die Umgestaltung des Johannesplatzes sichtbare Spuren hinterlassen: Die ehemals stark versiegelte Fläche wurde im Zuge der Arbeiten deutlich reduziert, und die Zahl der Stadtbäume stieg deutlich an. Die Maßnahme steht exemplarisch für kommunale Antworten auf steigende Sommertemperaturen und nutzt Fördermöglichkeiten wie den NÖ Bodenbonus.
Konkrete Veränderungen vor Ort
Bei der Neugestaltung laut Angaben der Gemeinde wurde die versiegelte Fläche von ursprünglich rund 3.500 m² deutlich verringert. Gleichzeitig erhöhte sich die Zahl der Bäume am Platz von ursprünglich 7 auf nunmehr 29. Anstelle großflächiger Asphaltflächen sind jetzt vermehrt begrünte Rasengittersteine sowie umfangreiche Bepflanzungen zu finden; die Anzahl der Autoabstellplätze blieb dabei erhalten.
| Merkmal | Vorher | Nachher |
|---|---|---|
| Versiegelte Fläche | rund 3.500 m² | halbiert |
| Bäume | 7 | 29 |
| Parkplätze | bestehend | erhalten |
Warum das für Bewohnerinnen und Bewohner wichtig ist
- Temperaturminderung: Weniger Asphalt bedeutet geringere Aufheizung tagsüber und weniger Strahlungswärme nachts.
- Wasserhaushalt: Versickerungsflächen und Pflanzen unterstützen die Bodenfeuchte und reduzieren Oberflächenabfluss.
- Ökologische Aufwertung: Blühwiesen fördern Biodiversität und benötigen laut Gemeindeerklärung wenig Pflege.
„Unsere Grundidee war, die Parkplätze neu zu ordnen und die Besucher besser zu lenken. Das wollten wir in einer dem Klimawandel angepassten Form tun“, erklärt Umweltgemeinderat Andreas Weiss.
Bei einer Lokalbegehung wurde deutlich, dass der Platz an einem frühen Sommertag merklich weniger aufheizt als früher; die Kleingehölze und die Rasengittersteine sorgen zudem dafür, dass sich die nächtliche Bodenfeuchte besser hält. Die Gemeinde betont, bewusst Blühwiesen angelegt zu haben: Diese seien naturnah und beanspruchten nur geringe Pflegeaufwände.
Förderung und Modellcharakter
Das Projekt reiht sich in eine Reihe von Maßnahmen in Niederösterreich ein: Der Bericht verweist auf rund 40 umgesetzte Projekte landesweit und über 100 beratene Gemeinden, die vom NÖ Bodenbonus unterstützt wurden. Für Gemeinden im Bezirk Mödling kann Laxenburg damit als konkretes Beispiel dienen, wie öffentliche Plätze klimafit umgestaltet und gleichzeitig funktional erhalten werden können.
Für Anrainerinnen und Besucher bedeutet das: mehr Schatten, weniger Hitzestau, verbesserte Versickerung bei Schauern und eine naturnahe Gestaltung, die langfristig Pflegeaufwand und Kosten reduzieren soll. Weitere Informationen zur Förderung und mögliche Beratungsangebote können bei der Gemeinde oder den zuständigen Landesstellen eingeholt werden.