Die Polizei in Baden-Württemberg führt bis Sonntag eine landesweite Aktion zur Überwachung der Geschwindigkeit durch. Die sogenannte Speedweek ist Teil einer europaweit koordinierten Initiative des Polizeinetzwerks ROADPOL und findet jedes Jahr im April und im August statt. Für Fahrerinnen und Fahrer im Bezirk Baden bedeutet das: erhöhte Kontrolldichte, mobile und stationäre Messstellen und damit ein größeres Risiko, bei Überschreitungen erwischt zu werden.
Was die Aktion konkret bedeutet
Die Landesbehörden kündigten an, dass sowohl mobile als auch stationäre Messungen zum Einsatz kommen. Eine zentral gesteuerte Liste von Messorten gibt es allerdings nicht – die regionalen Polizeipräsidien entscheiden selbst nach ihren Erfahrungswerten, welche Strecken überwacht werden. Für Anrainer und Pendler heißt das: Kontrollen können sowohl auf Autobahnen und Bundesstraßen als auch innerorts stattfinden.
"Eine landesweite Erhebung der Kontrollörtlichkeiten erfolgt nicht."
Wo besonders mit Kontrollen zu rechnen ist
- Unfallauffällige Streckenabschnitte
- Bereiche mit besonderer Gefährdung — etwa vor Schulen und Altenheimen
- Baustellen und Krankenhäuser
- Autobahnen und Bundesstraßen, aber auch innerorts
Diese Hinweise stammen von Landes- und regionalen Behörden sowie dem Automobilklub ADAC; sie geben Orientierung, ohne genaue Messpunkte im Vorfeld zu nennen. Für Eltern, Berufspendler und Touristen im Bezirk Baden empfiehlt sich besonders in den Morgen- und Abendstunden sowie an viel befahrenen Zufahrtsstraßen erhöhte Aufmerksamkeit.
Erfahrungswerte aus früheren Aktionen
Als Orientierung: Bei einer vergleichbaren, landesweit ausgewerteten Kontrollwoche im April wurden in Baden-Württemberg insgesamt 58.347 Geschwindigkeitsverstöße festgestellt. Davon lagen 9.775 Fälle bei Überschreitungen von mehr als 21 km/h.
| Zeitraum / Messung | Ergebnis (Baden-Württemberg, April) |
|---|---|
| Festgestellte Verstöße | 58.347 |
| Überschreitungen > 21 km/h | 9.775 |
Die Ergebnisse der aktuellen August-Aktion sollen laut Innenministerium derweil erst Anfang bis Mitte August zusammengetragen und ausgewertet werden. Für Verkehrsteilnehmer im Bezirk bleibt bis dahin die wichtigste Regel: Geschwindigkeit den Vorgaben anpassen und besonders an sensiblen Stellen wie Schulwegen oder Baustellen defensiv fahren.
Für Autofahrerinnen und Autofahrer im Bezirk Baden bedeutet das konkret praktische Schritte: Mehr Zeit einplanen, Tempolimits konsequent einhalten, Rücksicht auf Fußgängerinnen und Fußgänger sowie Radfahrerinnen und Radfahrer nehmen und auf Abschnitts- bzw. Baustellenbeschilderung achten. Wer beruflich auf sein Fahrzeug angewiesen ist, sollte Fahrten prüfen und gegebenenfalls Alternativrouten oder Zeitfenster wählen, in denen weniger Kontrollen zu erwarten sind.