Neue Zufahrtslösung für McDonald’s an Wiener Straße/Patertal
Am vergangenen Freitag stellten Stadt, Grundbesitzer, Verkehrsplaner und Vertreter von McDonald’s die geplante Verkehrsführung für den künftigen Standort im Bereich Wiener Straße/Patertal gegenüber der ÖMV-Tankstelle vor. Im Mittelpunkt steht ein ungewöhnlicher Ansatz: Statt klassischer Zu- und Abfahrten sind mehrere gewundene Zufahrtsstraßen sowie hunderte Meter lange Verzögerungs- und Beschleunigungsspuren entlang der B 121 (Wiener Straße) vorgesehen.
Mit dieser Maßnahme soll die Standfläche für Ein- und Ausfahrende vergrößert werden, um den Verkehrsfluss auf der B 121 aufrechtzuerhalten und Staus zu vermeiden. Für den erwarteten Kundenverkehr von rund 400 Autos pro Tag würde der Zufahrtsweg «kurvenreich in einer Schlangenlinie» durch die bisherige Grünfläche führen und so mehr Fahrzeuge in den Zu- und Ausfahrtsbereichen aufnehmen können.
- Ziel: Vermeidung von Rückstau auf der B 121
- Maßnahme: gewundene Zu- und Abfahrten, lange Verzögerungs- und Beschleunigungsspuren
- Zeithorizont: Umsetzung geplant ab November (angaben aus der Präsentation)
Zur Begründung verwies Bürgermeister Werner Krammer auf die Belastung für Anrainer und Betriebe:
„Die Verkehrssituation an dieser Stelle stellt für viele Anrainerinnen und Anrainer sowie für unsere Betriebe eine große Herausforderung dar. Lange Wartezeiten, Rückstaus und die eingeschränkte Leistungsfähigkeit des Kreuzungsbereichs beeinträchtigen nicht nur die Lebensqualität der Bevölkerung, sondern erschweren auch die täglichen Abläufe der Unternehmen. Mit der nun geplanten Verkehrslösung setzen wir einen wichtigen Schritt, um dieses Nadelöhr nachhaltig zu entschärfen.“
Die vorgestellte Lösung stößt jedoch nicht ausschließlich auf Zustimmung. In der Runde zeigten sich Teile der Anrainer skeptisch, wie ein betroffener Anrainer gegenüber dem lokalen Medium erläuterte: „Auch wenn ich als Anrainer nicht 100 % ,amused‘ (begeistert) bin, aber grundsätzlich gehört in einer Stadt unserer Größe ein McDonald’s schon dazu.“ Offizielle Stellungnahmen von Betrieben, die um den Verkehrsfluss zu ihren Liegenschaften fürchten, lagen nach der Präsentation vorerst nicht vor.
Was das konkret für die Stadt bedeutet
Die vorgeschlagene Bauweise wirkt wie ein Kompromiss: Sie schafft zusätzliche Kapazität unmittelbar am Standort, nimmt die Belastung aber nicht vollständig aus dem Kreuzungsbereich der B 121. Entscheidend bleibt das laufende Verkehrsverfahren, das noch zu durchlaufen ist. Dort werden Planung, Auswirkungen auf Fuß- und Radverkehr, Lärmschutz sowie mögliche Folgen für nahe Betriebe und Anrainer geprüft.
Für Pendler, Lieferverkehr und Anwohner sind folgende Punkte relevant:
- Eventuelle Umleitungen oder geänderte Zufahrten während der Bauphase.
- Mögliche Auswirkungen auf Wartezeiten an Stoßzeiten – die Planung zielt auf Entlastung ab, garantiert ist dies jedoch erst nach Abschluss des Verfahrens und Umsetzung.
- Überwachung und Nachbesserung: Ob die Maßnahme das gewünschte Ergebnis bringt, hängt von der konkreten Ausführung und begleitenden Verkehrssteuerungsmaßnahmen ab.
| Aspekt | Angabe aus der Präsentation |
|---|---|
| Erwartete Fahrzeuge pro Tag | 400 |
| Geplanter Beginn | ab November (laut Vorstellung) |
| Standort | Wiener Straße/Patertal, gegenüber ÖMV-Tankstelle |
Solange das Verkehrsverfahren läuft, bleiben konkrete Änderungen und Auflagen abzuwarten. Für Anrainer und Betriebe empfiehlt es sich, die weiteren Einladungen zu Informationsrunden und die Unterlagen des Verfahrens genau zu verfolgen, um Einwendungen fristgerecht einzubringen oder Nachfragen zur Ausgestaltung der Zufahrten zu stellen.
Die Stadtverwaltung hat die vorgeschlagene Lösung als Beitrag zur Entschärfung des Kreuzungsbereichs dargestellt; ob und in welchem Umfang dies gelingt, werden die nächsten Verfahrensschritte und die Umsetzung zeigen.