Ausstellung verbindet Kunst und Umweltbeobachtung
Am 10. Juli eröffnete die Gmundner Künstlerin Christine Pahl ihre Schau „Krottensee – Spiegel der Seele“ im Atelier am Markt. Die Ausstellungsräume waren zum Zeitpunkt der Vernissage voll besetzt. Pahl zeigt eine Reihe von Ölbildern, die die Veränderung des lokalen Gewässers thematisieren. Ausgangspunkt der Schau ist die sichtbare Trockenheit am Krottensee und die damit verbundene Verlandung.
Bilder als Dokument und Appell
Die Gemälde fangen laut Künstlerin die veränderten Erscheinungsformen des Sees ein: Wo früher „tiefes, klares Blau" dominierte, seien nun zunehmend trockene Uferzonen zu sehen. Pahl betonte die persönliche Verwurzelung mit dem Ort, sie wuchs in der Nähe des Schlosses Cumberland auf. Bei der Eröffnung sagte sie:
„Farbe ist meine Sprache“
Die Bilder werden in der Lokalpresse und bei der Vernissage als visueller Hinweis auf den Zustand des Gewässers verstanden: nicht nur als ästhetische Auseinandersetzung, sondern auch als engagierter Beitrag zur öffentlichen Wahrnehmung eines naturräumlichen Problems.
Wissenschaftliche Ergänzung und öffentliche Debatte
Die Ausstellung wird von fachlichen Einschätzungen begleitet: Die Experten Dr. Werner Huemer und Otto Steinz liefern wissenschaftliche Analysen zur Verlandung des Krottensees, deren Ursachen sie seit Jahren untersuchen. Bei der Eröffnung würdigte Bürgermeister Stefan Krapf das Engagement und bezeichnete den See als „eines der schönsten Naturjuwele in Oberösterreich“.
Termin: Salongespräch am 22. Juli
Zur Vertiefung der Diskussion lädt das Kunstforum am 22. Juli um 19:00 Uhr zum 2. Salongespräch „Krottensee – Naturjuwel oder verlorenes Paradies“ ins Atelier am Markt. Die Veranstaltung wird von Klimakoordinatorin Verena Pühringer-Sturmayr geleitet; als Diskutanten sind der Biologe Werner Huemer und Christian Auer angekündigt. Die Kombination von Kunst und Wissenschaft zielt darauf ab, sowohl emotionale als auch faktenbasierte Zugänge zum Thema zu ermöglichen.
- Eröffnung: 10. Juli, Atelier am Markt, Gmunden
- Ausstellungstitel: „Krottensee – Spiegel der Seele“
- Salongespräch: 22. Juli, 19:00 Uhr
- Beteiligte Experten: Dr. Werner Huemer, Otto Steinz, Christian Auer
Bedeutung für den Bezirk
Für die Menschen im Bezirk Gmunden hat die Ausstellung mehrere Relevanzschichten: Sie bietet ein kulturelles Angebot vor Ort, sensibilisiert für einen konkret betroffenen Naturraum und kündigt eine öffentliche Debatte mit fachlicher Einordnung an. Wer sich für lokale Naturschutzfragen interessiert, findet in der Kombination aus bildender Kunst und Fachvorträgen eine niedrigschwellige Informationsmöglichkeit. Bürgerinnen und Bürger können sich beim Salongespräch einen Überblick über Ursachen und mögliche Lösungsansätze verschaffen.
| Datum | Veranstaltung | Ort |
|---|---|---|
| 10. Juli | Ausstellungseröffnung | Atelier am Markt, Gmunden |
| 22. Juli, 19:00 | 2. Salongespräch | Atelier am Markt, Gmunden |
Die Ausstellung bleibt ein lokaler Ankerpunkt für die Frage, wie Klimawandel und Trockenperioden die gewohnte Landschaft verändern. Kunst dient hier als Einstieg in eine fachliche und öffentliche Auseinandersetzung, die für das weitere Handeln vor Ort von Bedeutung sein kann.