Wieder Entschärfer-Einsatz am Nussensee
Der Entminungsdienst des Bundesheeres ist am Freitag, 7./8. August 2026, erneut wegen gefährlicher Funde am Nussensee im Gemeindegebiet von Bad Ischl ausgerückt. Nach Angaben der Behörden entdeckte ein Urlauber aus Tirol vier TNT-Blöcke mit insgesamt acht Kilogramm Sprengstoff, die vom Entschärfungsdienst gesichert und vernichtet wurden.
Der Nussensee, der nach örtlichen Angaben rund 15 Meter tief ist, hatte durch die anhaltende Trockenheit einen deutlich gesunkenen Wasserspiegel: binnen einer Woche sank dieser um schätzungsweise fünf bis zehn Meter. Durch die freigelegten Uferbereiche wurden bereits Ende Juli weitere Kriegsschrottteile sichtbar.
Bereits früheres Material geborgen
Bei früheren Einsätzen hatten sprengstoffkundige Expert:innen des Entschärfungsdienstes nach Angaben der Bezirkshauptmannschaft Gmunden zusätzlich gefunden und gesichert:
- zwei Ein-Kilo-Sprengsätze TNT
- hunderte Zünder und Schrauben
- zwei Stielhandgranaten
| Fund | Menge |
|---|---|
| TNT-Blöcke (neu) | 4 (insgesamt 8 kg) |
| Ein-Kilo-Sprengsätze (früher) | 2 |
| Zünder, Schrauben | Hunderte |
| Stielhandgranaten | 2 |
Aufgrund der Funde erließ die Bezirkshauptmannschaft Gmunden vorläufig ein Platzverbot für Bereiche des Nussensees. Sprengstoffspezialisten hatten daraufhin den betroffenen Bereich abgesucht und gefährliche Gegenstände geborgen.
Konkrete Hinweise für die Bevölkerung
Die Polizei weist erneut eindringlich auf die Risiken hin und bittet die Bevölkerung um Aufmerksamkeit:
„Bei verdächtigen Gegenständen solle umgehend die Polizei kontaktiert werden. Die Funde niemals berühren, es bestehe Explosionsgefahr.“
Für Anrainerinnen und Anrainer sowie Besucherinnen und Besucher bedeutet das: Uferbereiche des Nussensees nicht betreten, sichtbare Gegenstände nicht anfassen und Beobachtungen sofort der Exekutive melden. Die Maßnahmen dienen sowohl dem Schutz der Bevölkerung als auch der Einsatzkräfte.
Die weitere Entwicklung hängt vom Wasserspiegel und möglichen weiteren Funden ab. Sobald zusätzliche Entdeckungen erfolgen oder das Platzverbot angepasst wird, haben die Behörden angekündigt, die Öffentlichkeit zu informieren. Für Bewohnerinnen und Bewohner von Bad Ischl bleibt daher erhöhte Vorsicht an den Ufern des Nussensees geboten.