Einreichung beendet Planungsunsicherheit um Grand Hotel Sauerhof
Die Zukunft des traditionsreichen Grand Hotel Sauerhof in Baden hat einen konkreten Verfahrensstand erreicht: Die Unterlagen für die baupolizeiliche und gewerberechtliche Einreichung wurden fertiggestellt und am 16. Juli bei der Bezirkshauptmannschaft Baden eingebracht. Eigentümer und Projektentwickler ist seit rund einem Jahr der Unternehmer Jürgen Hesz; die Planungen wurden gemeinsam mit Markus Wolfesberger von "Unykat Interior Design" grundlegend überarbeitet.
Was ist geplant – und was bleibt erhalten?
Im Mittelpunkt des aktuellen Vorhabens steht laut den vorgelegten Unterlagen der Erhalt der historischen Substanz des Gebäudekomplexes. Anders als frühere, nicht umgesetzte Konzepte sieht das neue Projekt keine Abrißlösung oder großflächige Verbauung der Gartenanlage vor. Geplant ist eine umfassende behutsame Sanierung und eine Anpassung an eine zeitgemäße Hotelnutzung. Ein dominanter Turm sowie zusätzliche Baukörper, wie sie in älteren Entwürfen diskutiert wurden, sind im vorliegenden Plan nicht vorgesehen.
- Einreichung: 16. Juli bei der Bezirkshauptmannschaft Baden
- Eigentümer/Projektentwickler: Jürgen Hesz
- Planungspartner: Markus Wolfesberger (Unykat Interior Design)
- Leitprinzip: Erhalt historische Substanz und Gartenanlage
Verfahrensstand und nächste Schritte
Stadt und Bezirk betonen, dass der Antrag in engem Austausch mit der Abteilung Bauen & Infrastruktur der Stadt Baden sowie den zuständigen Fachabteilungen der Bezirkshauptmannschaft vorbereitet wurde. Durch diese Abstimmungen konnten zentrale Fragen bereits vor Einreichung behandelt werden. Als nächster administrativer Schritt steht die Festlegung eines Termins für die Bauverhandlung an; hierzu werden in den kommenden Wochen weitere Entscheidungen erwartet.
| Meilenstein | Status / Datum |
|---|---|
| Eigentumsübergang an Jürgen Hesz | vor rund einem Jahr |
| Fertigstellung Einreichunterlagen | vor Einreichung am 16. Juli |
| Einreichung bei BH Baden | 16. Juli |
| Nächster Schritt | Termin für Bauverhandlung (in Planung) |
Was bedeutet das für Baden?
Für die Stadt Baden hat das Projekt mehrere konkrete Bedeutungen: Der Erhalt der denkmalwerten Substanz und der Gartenanlage bewahrt zentrale Elemente des Ortsbildes und schützt Grünraum, während die Nutzung als Hotel wirtschaftliche Impulse für Beherbergung, Gastronomie und lokale Zulieferer bringen kann. Zugleich eröffnet die nun formalisierte Einreichung der Bezirksbehörde die Möglichkeit, technische, baupolizeiliche und denkmalpflegerische Fragen im regulären Verfahren zu prüfen und öffentlich einsehbare Entscheidungen zu treffen.
Für Anrainerinnen und Anrainer sowie für Interessenvertreter bleibt wichtig, den weiteren Verlauf der Bauverhandlung und die Genehmigungsauflagen zu verfolgen: Dort werden mögliche Auflagen zur Gestaltung, zum Denkmalschutz oder zu Baumaßnahmen an Freiflächen konkretisiert. Die Einreichung markiert jedenfalls das Ende einer längeren Phase von Ankündigungen ohne Verfahrensfortschritt und setzt den Prozess in eine formale Entscheidungsbahn.
Die weiteren Schritte werden zeigen, in welchem Umfang die Pläne letztlich genehmigt, angepasst oder mit Auflagen versehen werden. Bis zur Bauverhandlung bietet das Verfahren zudem die Möglichkeit zur Einsichtnahme und zu fachlichen Prüfungen durch die zuständigen Behörden.