Der Gemeinderat hat die Fortführung des Fotofestivals La Gacilly–Baden Photo für die Periode 2027–2029 mit einer städtischen Subvention in Höhe von € 200.000 genehmigt. Damit ist die finanzielle Grundlage für die nächsten drei Jahre gelegt. Zugleich hat das zuständige Denkmalamt neue Anforderungen an die Nutzung städtischer Fassaden in der Rathausgasse formuliert, die das Konzept der großformatigen Außenpräsentationen in Frage stellen.
Konflikt um Ausstellungsflächen
In der Gemeinderatssitzung vor der Sommerpause wurde die Fortsetzung des Festivals diskutiert. Vertreter:innen von Stadt und Festivalbetreiber:innen trafen auf Nachfragen seitens des Denkmalamts, das offenbar Bedenken gegenüber der bisherigen Praxis hat, Fotografien auf Gebäudefassaden anzubringen. Für die Verantwortlichen bedeutet das, dass Teile der bisherigen Präsentationsarchitektur möglicherweise nicht mehr zur Verfügung stehen.
„aber niveauvollen Debatte“,
Festivalintendant Lois Lammerhuber verfolgte die Debatte von der Galerie am Gemeindeamt aus und bezeichnete die Auseinandersetzung als konstruktiv. In der Sitzung wurden unterschiedliche Positionen über die kulturelle Bedeutung des Festivals und die Anforderungen des Denkmalschutzes ausgetauscht.
Praktische Folgen für Besucher und Organisator:innen
Für das Publikum in Baden könnte sich die Optik und Verortung der Ausstellungen verändern: Wenn Gebäudefassaden nicht mehr genutzt werden dürfen, benötigen die Kurator:innen alternative Trägerflächen. Das betrifft insbesondere die große Außenpräsenz in der Rathausgasse, die viele Besucherinnen und Besucher in den letzten Jahren angezogen hat. Veranstalter und Stadt werden nun nach Ersatzlösungen suchen müssen, um die Sichtbarkeit des Festivals zu erhalten.
- Finanzierung: städtische Förderung € 200.000 für 2027–2029
- Konfliktpunkt: Nutzung von Fassaden in der Rathausgasse
- Konsequenz: Suche nach neuen Ausstellungsflächen und Anpassung der Präsentationsformate
Was jetzt zu erwarten ist
Organisator:innen und Stadt werden Gespräche mit dem Denkmalamt führen müssen, um Lösungen zu finden, die sowohl den Schutz historischer Bausubstanz als auch die Bedürfnisse eines international ausgerichteten Fotofestivals berücksichtigen. Mögliche Szenarien reichen von der Auswahl alternativer städtischer Flächen über temporäre Konstruktionen bis hin zu veränderten Hängungsformaten, wobei jede Option planerischen Aufwand und zusätzliche Kosten mit sich bringen kann.
Für Bewohnerinnen und Besucher bleibt wichtig: Das Festival ist gesichert, doch die konkrete Ausgestaltung der Ausstellungen in Baden steht noch nicht fest. Bürgerinnen und Bürger, die sich für die Gestaltung des öffentlichen Raums interessieren, können die weiteren Gemeinderatssitzungen und Ankündigungen der Stadt verfolgen, um zu erfahren, welche Lösungen konkret umgesetzt werden.
| Zeitraum | Städtische Förderung |
|---|---|
| 2027–2029 | € 200.000 |