Das traditionsreiche Grand Hotel Sauerhof in Baden steht vor einer umfangreichen Sanierung und einer möglichen Wiedereröffnung: Die neue Eigentümerin Meta Hesz Group 1 GmbH plant nach Angaben aus der Projektanmeldung ein Vorhaben mit einem Investitionsvolumen von 40 Millionen Euro. Die Einreichunterlagen wurden kürzlich bei der Bezirkshauptmannschaft Baden eingebracht.
Konkrete Planpflicht statt vager Ankündigungen
Nach mehr als zwölf Jahren Leerstand soll das ehemalige Grand Hotel, das nach einem Konkurs geschlossen wurde, wieder touristisch genutzt werden. Die Projektverantwortlichen betonen, dass sich das Vorhaben nicht mehr im Konzeptionstadium befinde: Die Unterlagen seien eingereicht worden, Angebote von zwei Hotelbetreibern lägen vor und eine Entscheidung zur Betreiberauswahl solle bis Ende Juli fallen.
Erhalt der Substanz und gezielte Eingriffe
Ein zentraler Anspruch des Projekts ist der Erhalt des denkmalgeschützten Bestands und der weitläufigen Gartenanlage. Geplant sind dennoch punktuelle bauliche Maßnahmen, darunter zwei kleinere Zubauten, eine Kuppel zur Belichtung, ein erweitertes Wellness-Angebot sowie eine Tiefgarage. Laut Einreichung sind insgesamt 111 Zimmer vorgesehen — eine Zahl, die die Projektverantwortlichen als erforderlich für einen wirtschaftlich tragfähigen Betrieb bezeichnen.
„Ein Impuls für die Stadt, den wir dringend brauchen“,
so Bürgermeisterin Carmen Jeitler-Cincelli (ÖVP) zur Bedeutung des Projekts. Miteigentümer Markus Wolfesberger (Unykat Interior Design) nannte den Ausbau des Wellnessbereichs den „größten Eingriff“.
- Investition: 40 Mio. Euro
- Zimmer: 111
- Geplante Bauzeit: Baubeginn voraussichtlich Frühjahr 2027; Bauzeit 14–16 Monate
- Ziel: Wiedereröffnung ab 2028 (abhängig von Genehmigungen und Betreiberentscheidung)
Auswirkungen für Baden
Für die Kurstadt bedeutet das Projekt mehrere potenzielle Effekte: eine Stärkung des Beherbergungsangebots, zusätzliche Arbeitsplätze in Bau- und Hotelbranche sowie eine Attraktivitätssteigerung für Tagestourismus und wohl auch Tagungsangebote. Da auch das Schloss Weikersdorf ein Comeback plant, könnte sich die Stadt in den kommenden Jahren als Standort mit mehreren hochwertigen Übernachtungsangeboten neu positionieren.
Offene Fragen und Zeitplan
Wesentliche Voraussetzungen bleiben noch ausstehend: Die Entscheidung für einen Betreiber, abschließende behördliche Genehmigungen und ein konkreter, unverrückbarer Eröffnungstermin. Projektverantwortliche halten ein Baubeginn im Frühjahr 2027 für „realistisch“; die genannte Bauzeit beträgt 14 bis 16 Monate, sodass eine Wiedereröffnung frühestens 2028 möglich erscheint.
| Merkmal | Angabe |
|---|---|
| Eigentümer | Meta Hesz Group 1 GmbH |
| Investitionsvolumen | 40 Mio. Euro |
| Zimmeranzahl (geplant) | 111 |
| Vorgesehener Baubeginn | Frühjahr 2027 (realistisch) |
Für Anrainerinnen und Anrainer sind vor allem Fragen zum Baustellenverkehr, zur Tiefgarage und zu möglichen Änderungen an der Grünanlage relevant. Der geplante Erhalt der Gartenanlage dürfte viele beruhigen; zugleich bringt die Erweiterung um Wellness und zusätzliche Infrastruktur spürbare Bautätigkeiten mit sich. Die Stadtgemeinde steht laut Projektaussendung unterstützend zur Seite, zugleich muss das Verfahren die üblichen Genehmigungsschritte durchlaufen.
Die Entscheidung über den Betreiber soll bis Ende Juli fallen; weitere Informationen werden im Verlauf des behördlichen Verfahrens erwartet.