Standort in Schärding bleibt vorerst bestehen
Die römisch-katholische Kirchenbeitrags-Beratungsstelle am Oberen Stadtplatz in Schärding steht vor einer organisatorischen Änderung. Nach den derzeitigen Plänen der Diözese Linz soll das Büro spätestens mit Ende 2029 geschlossen und mit der Beratungsstelle in Ried zusammengeführt werden. Bis dahin soll die Schärdinger Anlaufstelle weiterhin geöffnet bleiben.
Das Büro befindet sich seit 1982 im Kolpinghaus. Für viele Menschen aus Schärding und Umgebung ist es damit seit Jahrzehnten eine persönlich erreichbare Stelle für Fragen rund um den Kirchenbeitrag. Wie lange die Beratungsstelle tatsächlich noch am bisherigen Standort betrieben wird, hängt laut Diözese von der weiteren Umsetzung der Pläne ab. Eine sofortige Schließung ist nach der vorliegenden Stellungnahme nicht vorgesehen.
„Die Kirchenbeitrag-Beratungsstelle Schärding wird aus heutiger Sicht bis Ende 2029 weiterhin geöffnet sein. Danach ist eine Zusammenführung mit der Beratungsstelle Ried geplant.“
Neuer gemeinsamer Standort in Ried vorgesehen
Die Zusammenlegung soll nicht im derzeitigen Rieder Büro am Kirchenplatz erfolgen. Geplant ist vielmehr ein gemeinsamer Standort im Rieder Franziskushaus. Dort sollen die Beratungsstellen aus Schärding und Ried künftig gebündelt werden. Gemeinsam mit Braunau bildet Schärding derzeit die Kirchenbeitrags-Region Innviertel. Aus den bisher drei Standorten sollen damit zwei werden.
| Standort | Perspektive laut Diözese |
|---|---|
| Schärding | Bis spätestens Ende 2029 weiter geöffnet, danach Zusammenführung |
| Ried | Übersiedlung vom Kirchenplatz ins Franziskushaus geplant |
| Braunau | Bleibt Teil der Innviertler Region |
Diözese nennt zwei zentrale Gründe
Als Hintergrund führt die Diözese Linz zum einen Maßnahmen zur Sicherung des Haushalts an. Zum anderen sei der Schärdinger Standort personell nicht ausreichend besetzt. In einem größeren Verbund könnten die vorhandenen Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter gezielter eingesetzt werden. Nach dem geplanten Ende des Schärdinger Standorts sollen die dort Beschäftigten in Ried mit ihren bisherigen Kolleginnen und Kollegen weiterarbeiten.
Für die Bevölkerung im Bezirk bedeutet die geplante Neuordnung vor allem eine Veränderung bei der persönlichen Erreichbarkeit. Wer Kirchenbeitragsfragen vor Ort klären möchte, kann die Schärdinger Stelle nach derzeitigem Stand noch mehrere Jahre nutzen. Nach der Zusammenlegung wäre für persönliche Beratung voraussichtlich der Standort in Ried maßgeblich. Weitere Einzelheiten zur konkreten Organisation oder zu möglichen Alternativen für die Beratung nennt die vorliegende Stellungnahme nicht.
Kolpingfamilie muss neue Nutzung suchen
Die geplante Übersiedlung wirkt sich auch auf das Kolpinghaus aus. Die Schärdinger Kolpingfamilie ist Vermieterin der rund 100 Quadratmeter großen Bürofläche in zentraler Lage. Deren Vorsitzender Wolfgang Wagner bezeichnete die Entwicklung als bedauerlich. Die Pläne seien der Kolpingfamilie bereits mitgeteilt worden; nun werde sie sich um einen geeigneten Nachmieter bemühen.
- Die Beratungsstelle in Schärding soll bis Ende 2029 geöffnet bleiben.
- Danach ist die Zusammenlegung mit Ried vorgesehen.
- Als gemeinsamer neuer Standort ist das Franziskushaus in Ried geplant.
- Die Diözese nennt Haushaltssicherung und personelle Unterbesetzung als Gründe.