Praxisforum im Kaunertal: Klimafitte Landwirtschaft als gemeinsame Aufgabe
Im Rahmen eines Praxisforums im Kaunertal trafen sich zuletzt zahlreiche Akteurinnen und Akteure aus der Landwirtschaft, Gemeindeverwaltungen und Institutionen, um Maßnahmen zur Anpassung an den Klimawandel zu präsentieren und zu diskutieren. Die Veranstaltung war Teil der Aktivitäten der Klima-Landwirtschafts-Modellregion, an der auch die Region Landeck beteiligt ist. Zu den Gästen zählten unter anderem der Agrarreferent und Landeshauptmannstellvertreter Josef Geisler sowie Klimaschutzlandesrat René Zumtobel.
Die beteiligten LEADER-Regionen – KUUSK (Kufstein und Umgebung – Untere Schranne – Kaiserwinkel), regio3 (Kitzbüheler Alpen – Pillerseetal – Leukental – Leogang) sowie die Region Landeck – arbeiten gemeinsam an Maßnahmen, die als Modelllösungen für andere Tiroler Regionen dienen sollen. Ziel ist es, die bäuerlichen Betriebe gegenüber Extremwetterereignissen und veränderten Rahmenbedingungen widerstandsfähiger zu machen.
Konkrete Praxisbeispiele und Besichtigung
Nach den Fachpräsentationen besuchten die Teilnehmenden die Projektalm Verpeil. Dort wurden Maßnahmen zur klimaresilienten Almwirtschaft vorgestellt und deren Bedeutung für die Reduktion von Naturgefahren sowie den langfristigen Erhalt der Berglandwirtschaft erläutert. Die vorgestellten Beispiele zeigten sowohl bewährte als auch neue Ansätze auf, die auf alpinen Flächen zur Anwendung kommen können.
- Austausch zwischen Landwirtschaft, Gemeinden und Fachleuten als Grundlage für tragfähige Maßnahmen;
- Modelle aus mehreren LEADER-Regionen sollen übertragbar gemacht werden;
- Praktische Umsetzung auf der Projektalm Verpeil mit Fokus auf Almwirtschaft und Gefahrenvorsorge.
Das Praxisforum dient nicht nur dem Informationsaustausch, sondern soll vorhandene Erfahrungen bündeln und in konkrete Handlungsempfehlungen für bäuerliche Betriebe und Gemeinden überführen. Gerade im alpinen Raum haben Maßnahmen zur Erosionskontrolle, Vegetationspflege und Bewirtschaftungsanpassungen unmittelbare Auswirkungen auf Schutzfunktionen und die lokale Versorgung.
Bedeutung für den Bezirk Landeck
Für den Bezirk Landeck sind solche Initiativen von unmittelbarem praktischen Nutzen: Sie bieten Lösungen zur Reduktion von Naturgefahren, erhalten die Bewirtschaftbarkeit von Bergflächen und stärken die ökonomische Basis bäuerlicher Familienbetriebe. Die Zusammenarbeit mehrerer Regionen erhöht zudem die Chance, erfolgreiche Maßnahmen zu standardisieren und Fördermittel zielgerichtet einzusetzen.
| Element | Relevanz |
|---|---|
| Teilnehmende Regionen | Vernetzung und Wissenstransfer |
| Projektalm Verpeil | Praktische Demonstrationsfläche |
| Politische Präsenz | Signal für Unterstützung und Förderbereitschaft |
Langfristig werden solche Modellprojekte dazu beitragen müssen, dass Anpassungsmaßnahmen in Betriebsabläufe eingepasst und finanziell tragbar werden. Für Landwirtinnen und Landwirte im Bezirk Landeck bedeutet das konkret: Wissenstransfer, angepasste Bewirtschaftungskonzepte und Unterstützung durch Gemeinden und Landespolitik sind entscheidend, um die Folgen des Klimawandels abzufedern.