Musikalische Reise durch Psalmvertonungen
Im August stehen zwei Abende im Bezirk Landeck im Zeichen geistlicher Musik: Ein Chor, ergänzt durch Orchester und Solistinnen, wird in Fließ und Zams Psalmtexte aus verschiedenen Epochen vertonen. Die Veranstalter kündigen ein Programm an, das die Entwicklung sakraler Musik vom Frühbarock bis zur Gegenwart hörbar machen soll und damit unterschiedliche Zugänge zu den alten Texten eröffnet.
Das Ensemble hat sich speziell für dieses Projekt formiert. Unter der Leitung von Christoph Koscielny treffen verschiedene Stilrichtungen aufeinander, wodurch die Psalmen in neuen Klanggestalten erscheinen. Zu hören sind unter anderem Passagen aus Mozarts „Vesperae solennes de confessore“ sowie Auszüge aus dem Requiem des britischen Komponisten John Rutter. Solistisch wirken die Mezzosopranistin Maria Zeichart, die Cellistin Marita Delago, die Oboistin Bianca Schranz sowie der Organist Julian Mangott mit.
Wort und Musik im Dialog
Zwischen den musikalischen Beiträgen liest Elisabeth Nigg ausgewählte Psalmübertragungen des niederländischen Theologen und Dichters Huub Oosterhuis. Diese Neuformulierungen sollen einen zeitgemäßen Zugang zu den biblischen Texten schaffen und die Verbindung von spiritueller Tradition und heutiger Lebenswirklichkeit unterstreichen. Die Konzerte verstehen sich ausdrücklich als Zusammenspiel von Musik und gesprochenem Wort, das die Atmosphäre der Kirchenräume aufgreift.
Termine, Orte und praktische Hinweise
Die Veranstaltungen sind wie folgt geplant. Der Eintritt ist frei; um freiwillige Spenden wird gebeten.
| Datum | Uhrzeit | Ort |
|---|---|---|
| 16. August | 20:00 | Barbarakirche, Fließ |
| 23. August | 20:00 | Pfarrkirche, Zams |
- Leitung: Christoph Koscielny
- Solistinnen und Solisten: Maria Zeichart, Marita Delago, Bianca Schranz, Julian Mangott
- Texteinführungen: Elisabeth Nigg (Übersetzungen von Huub Oosterhuis)
Für das Kulturleben im Bezirk sind derartige kirchliche Konzerte von besonderer Bedeutung: Sie bringen anspruchsvolle, teilweise selten gespielte Werke in lokale Räume und ermöglichen Einwohnerinnen und Einwohnern ohne weite Anreise den Zugang zu einem vielfältigen geistlichen Repertoire. Zudem bieten solche Projekte regionalen Musikerinnen und Musikern eine Plattform.
Besucherinnen und Besucher sollten wegen begrenzter Platzkapazitäten in den Kirchen rechtzeitig vor Ort sein. Da die Konzerte in sakralen Räumen stattfinden, ist angemessene Kleidung erwartet; auf Fotografieren mit Blitz ist aus Respekt vor liturgischem Raum und Aufführungspraxis zu verzichten. Weitere organisatorische Details sind bei den Pfarrämtern der betreffenden Gemeinden zu erfragen.
Die Reihe zeigt, wie musikalische Programme Psalmtexte neu interpretieren und in der Gegenwart hörbar machen können. Für Interessierte aus dem Bezirk und darüber hinaus bieten die Abende eine Möglichkeit, die Verbindung von Tradition und zeitgenössischer Gestaltung unmittelbar zu erleben.