Eigenständiger Nachwuchsverein als Antwort auf interne Differenzen
In Güssing hat sich das bisherige Trainer- und Funktionärsteam des Nachwuchses vom Güssinger Sportverein getrennt und unter dem Namen Junior Kickers Güssing einen eigenen, unabhängigen Nachwuchsverein ins Leben gerufen. Die Entscheidung folgte einem internen Abstimmungsprozess innerhalb des Nachwuchsteams, nachdem es zuvor Differenzen im Nachwuchsbereich gegeben hatte. Als Vorbild wird der Nachwuchsverein aus Punitz genannt.
Die neue Vereinsführung betont, dass die nachhaltige Entwicklung des Jugendfußballs im Mittelpunkt stehe. Mit dieser Struktur wollen die Verantwortlichen die Organisation der Trainings- und Spielbetriebe künftig eigenständig tragen.
Vorstand und Organisationsstruktur
Für die Leitung des neuen Vereins wurden bereits Funktionärsposten besetzt. Beatrice Tiefengraber wurde als Obfrau und Nachwuchsleiterin gewählt. Ihr als Stellvertreter zur Seite steht Mathias Kedl, der zugleich die Aufgabe des sportlichen Koordinators übernimmt. Oliver Gröller fungiert als Schriftführer, Martin Tiefengraber als Kassier.
| Funktion | Name |
|---|---|
| Obfrau / Nachwuchsleiterin | Beatrice Tiefengraber |
| Stellvertreter / sportlicher Koordinator | Mathias Kedl |
| Schriftführer | Oliver Gröller |
| Kassier | Martin Tiefengraber |
Spielerbestand, Altersklassen und offene Fragen
Nach Angaben der neuen Vereinsführung wechseln rund 35 Kinder in die Reihen der Junior Kickers. Betroffen sind die Altersklassen U8, U9 und U11 sowie die Bambinis (Kinder unter sechs Jahren). Damit verbleibt der Güssinger Sportverein vorerst ohne eigene Nachwuchsabteilung, da sich die bisherigen Nachwuchsspieler geschlossen vom Stammverein abmelden.
„Sowohl die Eltern als auch der Trainerstab stehen hinter der Entscheidung, einen eigenen Verein zu gründen“,
konstatierte die gewählte Obfrau als Begründung für den Schritt. Die neue Leitung legt großen Wert auf die Einbindung der Eltern und die nachhaltige Weiterentwicklung der Ausbildung im Nachwuchsbereich.
Offen ist derzeit noch, wo Trainingseinheiten und Heimspiele künftig stattfinden werden. "Das wird derzeit verhandelt", erklärte die Vereinsleitung. Entscheidungen über Spiel- und Trainingsorte sind für die Planung des Spielbetriebs und die Erreichbarkeit der Angebote für Familien im Bezirk zentral.
Konsequenzen für den lokalen Fußballbetrieb
Die Gründung des eigenständigen Vereins hat unmittelbare Auswirkungen auf die Sportlandschaft in Güssing. Sie stellt sowohl organisatorisch als auch infrastrukturell Herausforderungen:
- Für die Eltern: Änderungen bei Trainingszeiten, Anfahrtswegen und organisatorischen Abläufen sind zu erwarten.
- Für die Vereine: Der Güssinger Sportverein sieht sich vorläufig ohne Nachwuchsabteilung; dies kann seine Jugendförderung und den Spielbetrieb langfristig beeinflussen.
- Für die Infrastruktur: Klare Vereinbarungen zu Trainings- und Spielstätten sind nötig, damit die Kinder uneingeschränkt am Spielbetrieb teilnehmen können.
Die Verantwortlichen der Junior Kickers Güssing betonen, dass der Blick nach vorne gerichtet sei und man auf einen geordneten Start hinarbeite. Konkrete Termine für erste Heimspiele oder Trainingsauftakte wurden bislang nicht bekanntgegeben. Für Familien und Ehrenamtliche im Bezirk bleibt die Frage nach Spielorten und Kooperationen jetzt vorrangig.
Für Bewohnerinnen und Bewohner des Bezirks Güssing ist die Entwicklung in erster Linie eine lokale Neuordnung: Die neue Trägerschaft bietet die Chance, Jugendfußball mit klarer Ausrichtung und hoher Elternbeteiligung weiterzuführen, gleichzeitig entstehen kurzfristig organisatorische Lücken, die rasch geschlossen werden sollten, damit der Trainings- und Spielbetrieb für die betroffenen Kinder planbar bleibt.