Schach verbindet Jung und Alt im Bezirk
Am 20. Juli, dem Welttag des Schachs, rückt der Schachverein Spittal das Zusammenspiel von Jugendförderung und generationsübergreifendem Lernen in den Mittelpunkt. Im Verein treffen sich Hobbyspielerinnen und -spieler verschiedener Altersgruppen; exemplarisch dafür stehen der 16-jährige Benjamin Eder und der langjährige Klubkamerad Herbert Neubauer, die am Schachbrett fast fünf Jahrzehnte Altersunterschied überbrücken.
Für Benjamin Eder, der mit über 2000 Elo als Kärntens vielversprechendster Nachwuchsspieler gilt, ist Schach mehr als Freizeitbeschäftigung:
„Schach ist für mich nicht nur ein Hobby, sondern meine Hauptaktivität“,
Der Verein sieht im Nachwuchs die Zukunft, betont Sektionsleiter Günter Baurecht. Er verweist darauf, dass junge Talente nicht von selbst zu finden seien, sondern gezielte Betreuung und Angebote nötig sind. Aus diesem Grund setzt der Schachverein Spittal auf Kindertraining, Schulkooperationen und ein Lernumfeld, in dem Jung und Alt voneinander profitieren.
Wie das Generationenlernen im Verein funktioniert
- Regelmäßiges Kindertraining, durchgeführt von ehrenamtlichen und aktiven Vereinsspielern.
- Kooperationen mit Schulen, um Schach als Bildungsangebot zu verankern.
- Generationenübergreifendes Lernen: Jüngere und ältere Mitglieder spielen, trainieren und tauschen Erfahrungen aus.
Eine Spielerin, die den Weg ins Schach über die eigene Familie fand, ist Elena Baurecht. Sie begann 2018 mit dem Spiel und engagiert sich mittlerweile als Trainerin für die Kinder des Vereins. Diese Form der Weitergabe unterstreicht den Beitrag, den lokale Vereine zur sozialen Vernetzung und zur Förderung kognitiver Fähigkeiten leisten.
Was das für Familien und Schulen im Bezirk bedeutet
Für Eltern und Lehrende im Bezirk Spittal an der Drau bedeutet das Engagement des Vereins praktische Möglichkeiten: Kinder können strukturierte Trainingsangebote wahrnehmen, Schulen finden Kooperationspartner für AGs oder Projektwochen, und ältere Mitbürgerinnen und Mitbürger können sich als Mentorinnen und Mentoren einbringen. Der Verein macht deutlich, dass Talentförderung Zeit, Ressourcen und verbindliche Angebote benötigt – nicht zuletzt, um junge Spieler wie Benjamin hin zu Meisterschaften zu begleiten.
| Person | Fakt |
|---|---|
| Benjamin Eder | 16 Jahre, über 2000 Elo |
| Herbert Neubauer | Vereinsmitglied seit dem 17. Lebensjahr |
| Elena Baurecht | Spielt seit 2018, trainiert Kinder |
Die im Verein gelebte Praxis zeigt: Schachvereine sind mehr als Spielstätten; sie sind Bildungs- und Integrationsorte im lokalen Raum. Die Aktivitäten des Schachvereins Spittal geben Familien konkrete Anlaufstellen für Kinder- und Jugendarbeit sowie Möglichkeiten für generationenübergreifenden Austausch. Für den Bezirk bleibt wichtig, dass Ehrenamtliche und Institutionen solche Angebote weiterhin unterstützen, damit Talente wie Benjamin gefördert werden können und der Wissenstransfer zwischen den Altersgruppen erhalten bleibt.