Taskforce schließt zweite Messreihe ab
Die vom Land eingerichtete Taskforce zur Prüfung von Asbestkonzentrationen in der Luft hat ihre zweite Messserie beendet. Die erhobenen Daten werden vom Land veröffentlicht; erste konkrete Befunde betreffen eine Stelle im Bezirk Oberwart.
Mit rund 13.000 Fasern pro Kubikmeter wurde im Mai in Großpetersdorf der bisher höchste Einzelwert gemessen. In der Folge sind vor Ort sofortige Schutzmaßnahmen gesetzt worden; seither wurden laut Landesmedienservice keine weiterhin erhöhten Messwerte festgestellt. Als kurzfristige Maßnahme wird die betroffene Straße bei trockener Witterung befeuchtet, mittelfristig ist eine Asphaltierung geplant.
Fortlaufende Überwachung und Bedeutung für Anrainer
Unabhängig von dieser Aktion führt das etablierte burgenländische Luftgütemessnetz seine Messungen fort. Das Land bezeichnet dieses Messnetz als zentralen Baustein für die Analyse der Luftqualität im Bundesland.
„das wichtigste Instrument des Landes zur laufenden Überwachung und Analyse der Luftqualität“
Für die Menschen vor Ort bedeutet das: Die Behörden beobachten die Entwicklung kontinuierlich und dokumentieren die Ergebnisse. Wenn Boden- oder Straßenbereiche asbestbelastet sind, zielen die kurzfristigen Maßnahmen darauf ab, weitere Emissionen zu verhindern; längerfristig wird die Infrastruktur angepasst, um wiederholte Freisetzungen zu vermeiden.
- Messreihe: Zweite Runde der Taskforce im Burgenland abgeschlossen
- Maximalwert: rund 13.000 Fasern/m³ in Großpetersdorf (Mai)
- Maßnahmen: Straßenbewässerung bei Trockenheit; geplante Asphaltierung
- Weiteres Monitoring: Laufendes Luftgütemessnetz des Landes
Parallel bleibt die Zukunft mehrerer Steinbrüche im Land ungeklärt: Vier burgenländische Steinbrüche sind seit Jahresbeginn aufgrund von Asbestverdacht gesperrt. Über das weitere Vorgehen wird in Verwaltungsverfahren entschieden, sobald Gutachten und Stellungnahmen der betroffenen Parteien ausgewertet sind.
Was Anrainer jetzt wissen sollten
Bewohnerinnen und Bewohner in betroffenen Bereichen sollten auf amtliche Informationen achten und bei Fragen die lokal zuständige Gemeinde oder das Landesmedienservice kontaktieren. Konkrete Verhaltensregeln ergeben sich aus den Messwerten und den Empfehlungen der zuständigen Behörden; kurzfristig umgesetzte Maßnahmen wie Bewässerung reduzieren die Aufwirbelung kontaminierten Staubs.
Die beim Land veröffentlichen Messergebnisse ermöglichen es, zeitnah nachzuvollziehen, ob ergriffene Maßnahmen wirken oder ob zusätzliche Schritte notwendig sind. Weitere Entscheidungen, etwa im Zusammenhang mit gesperrten Steinbrüchen, werden in den kommenden Verwaltungsverfahren getroffen und betreffen sowohl Umweltschutz- als auch Nutzungsfragen vor Ort.
| Ort | Monat | Gemessener Wert (Fasern/m³) |
|---|---|---|
| Großpetersdorf | Mai | ~13.000 |