Handgefertigte Herzkissen am LKH Feldbach stärken Versorgung und Trost
Am Standort Feldbach des LKH Oststeiermark bekommen Brustkrebspatientinnen nach einer Operation ein besonderes Hilfsmittel: handgenähte Herzkissen. Das Angebot verbindet medizinischen Nutzen mit lokalem ehrenamtlichem Engagement und ist fester Bestandteil der Nachsorge für Betroffene in der Region.
Die Kissen erfüllen mehrere konkrete Funktionen: Sie können unter den Arm oder auf die Operationswunde gelegt werden, um Druckschmerzen zu lindern, schützen vor unangenehmen Stößen etwa im Auto oder beim Husten und Niesen und helfen, Schulterverspannungen zu reduzieren. Damit leisten sie einen kleinen, aber spürbaren Beitrag zur täglichen Lebensqualität nach einem chirurgischen Eingriff.
Wer näht und wie viele Kissen gibt es pro Jahr?
Das Angebot wird durch das Engagement zahlreicher ehrenamtlicher Helferinnen sichergestellt. Eine zentrale Rolle spielt dabei die Näherin Maria Weiß aus Wörth bei Gnas, die seit mehr als zehn Jahren für den Verein Herzkissen näht. Über die Jahre hat sie nach Angaben des Vereins etwa 1.900 Exemplare gefertigt; an einem guten Tag schafft sie bis zu 20 Stück.
- Jährliche Ausgabe: rund 260 Herzkissen an Patientinnen am Standort Feldbach
- Persönlicher Beitrag: rund 1.900 von Maria Weiß genähte Herzkissen insgesamt
- Produktionsleistung: bis zu 20 Kissen pro Tag durch eine erfahrene Näherin
Material und Organisation
Die Stoffe für die Kissen stammen überwiegend aus Spenden; das Füllmaterial stellt der Verein Herzkissen zur Verfügung. Die Initiative hat ihren Ursprung in einem Projekt, das aus den USA nach Europa und schließlich in die Steiermark getragen wurde. In der Region wurde die Initiative unter anderem durch die Ärztin Karoline Zwetti bekannt gemacht, die die Idee in die Steiermark brachte und um ehrenamtliche Näherinnen warb.
| Parameter | Wert |
|---|---|
| Jährlich verteilte Herzkissen (Feldbach) | 260 |
| Von Maria Weiß genähte Kissen (insgesamt) | 1.900 |
| Maximale Tagesleistung einer Näherin | 20 |
Auswirkung für Betroffene und lokale Gemeinschaft
Für Patientinnen bedeutet das Herzkissen mehr als nur ein praktisches Hilfsmittel: Es ist ein Zeichen der Anteilnahme aus dem unmittelbaren Umfeld. Gerade in ländlichen Regionen wie dem Bezirk Südoststeiermark spielt die Vernetzung von Krankenhausversorgung und Ehrenamt eine große Rolle für die Nachsorge. Die Kissen mindern kurzfristig physische Beschwerden und können langfristig zur emotionalen Stabilisierung nach einer belastenden Behandlung beitragen.
Für die Pflege- und Ärzteteams am LKH Feldbach ergibt sich durch die Initiative ein ergänzendes, kostengünstiges Hilfsmittel, das ohne großen organisatorischen Aufwand an die Patientinnen ausgegeben werden kann. Für Spenderinnen und Ehrenamtliche bietet das Projekt eine konkrete Möglichkeit, lokal zu helfen.
Die Zahlen zeigen, dass die Initiative auf Kontinuität und nachhaltigem Engagement beruht: Rund 260 Kissen jährlich stehen für eine kontinuierliche Unterstützung von Patientinnen in der Region, während individuelle Leistungen Ehrenamtlicher wie jene von Maria Weiß über Jahre hinweg ein erhebliches Hilfspotential aufgebaut haben.
Für Menschen im Bezirk bleibt die Botschaft klar: Ehrenamtliche Arbeit ergänzt die medizinische Versorgung vor Ort und kann konkrete, spürbare Verbesserungen im Alltag von Patientinnen bewirken.