Gemeinde Hermagor setzt auf Bildung und Verkehrsinfrastruktur
Die Gemeinde Hermagor treibt heuer mehrere Bauvorhaben voran, die sowohl die Verkehrssicherheit als auch die Bildungsinfrastruktur im Bezirk stärken sollen. Im Mittelpunkt steht die umfassende Sanierung der Volksschule in Egg, daneben werden die Ortsdurchfahrt Presseggersee und Teile des überregionalen Radweges R3 erneuert.
Für die Gemeinde sind das nicht nur sichtbare Verbesserungen für Anrainer und Pendler, sondern auch eine finanzielle Herausforderung: Insgesamt sind Mittel in signifikanter Höhe gebunden, wobei das Land einen großen Teil der Kosten trägt und die Gemeinde eigene Beiträge leistet.
- Volksschule Egg: Sanierung mit einem Gesamtvolumen von 1,4 Millionen Euro, der Großteil wird vom Land übernommen, die Gemeinde steuert 580.000 Euro bei. Geplant wurde vom Kärntner Architekturbüro Ronacher.
- Ortsdurchfahrt Presseggersee: Die Paßriacher Landesstraße wird durch die Straßenbauabteilung des Landes saniert; die Gemeinde erneuert zusätzlich den Gehweg.
- Radweg R3: Der Abschnitt zwischen Postran und Möderndorf erhält ein neues Erscheinungsbild.
| Projekt | Gesamtkosten | Beitrag Gemeinde |
|---|---|---|
| Volksschule Egg | 1,4 Mio. € | 580.000 € |
| Straßen- und Radwegerneuerung | 450.000 € | Gemeinde & Land |
"Aber ohne effizientes Wirtschaften in unserer Gemeinde wären die dafür notwendigen Beiträge der Gemeinde nicht aufzubringen und somit auch die Umsetzung nicht möglich gewesen", betont Bürgermeister Leopold Astner.
Mit dem Ferienbeginn sind die Bagger bereits im Einsatz; die Gemeinde rechnet damit, dass die Volksschule in Egg bis September soweit fertiggestellt ist, dass Lehrkräfte und Schüler das Gebäude wieder nutzen können. Die Vergabe der Aufträge erfolgte überwiegend an regionale Betriebe, was lokale Auftragnehmer beschäftigt und Wertschöpfung im Bezirk belässt.
Für die Einwohnerinnen und Einwohner bedeutet das kurzfristig Baustellen und mögliche Verkehrsbehinderungen, mittelfristig jedoch verbesserte Schulbedingungen, sicherere Gehwege und eine attraktivere Anbindung für Radfahrende. Im kommunalen Haushalt müssen die nächsten Jahre die verbleibenden Beiträge abgesichert werden; Bürgermeisterliche Aussagen heben das sparsame Wirtschaften als Voraussetzung für diese Investitionen hervor.
Praktische Hinweise für Betroffene: Anwohner sollten lokale Informationskanäle der Gemeinde beobachten, um Zeitpläne und verkehrsbedingte Umleitungen zu erfahren. Eltern der Volksschulkinder werden von der Gemeinde über die Nutzbarkeit der Schule und mögliche Übergangslösungen informiert.
Die Kombination aus Verkehrsmaßnahmen und Bildungsinvestition zeigt, dass die Gemeinde Hermagor infrastrukturelle Prioritäten setzt und zugleich lokale Gewerbe einbindet. Wie sich die finanziellen Belastungen im Nachgang auf kommunale Leistungen auswirken, wird in den kommenden Gemeinderatssitzungen zu verfolgen sein.