Das Metropolgebiet Buenos Aires (AMBA) wurde am Freitag von heftigen Stürmen mit Hagel und intensiven Niederschlägen getroffen. Der Nationale Wetterdienst (SMN) hatte bereits vor instabiler Witterung gewarnt; betroffen waren vor allem der Norden der Provinz Buenos Aires sowie mehrere weitere Regionen, für die unterschiedliche Warnstufen gelten.
Welche Regionen sind betroffen?
Fotos und Meldungen aus Gemeinden wie Exaltación de la Cruz und San Miguel del Monte zeigten den lokalen Ausmaß der Hagelschauer. Zudem gab es Warnungen für Orte wie General Las Heras, Luján und Marcos Paz. Der SMN hielt am Nachmittag und Abend noch gelbe Warnungen für Gewitter in den Provinzen Buenos Aires, Corrientes und Santa Fe sowie weiteren Gebieten aufrecht.
Große regionale Unterschiede — Schnee, Hitze, Brandgefahr
Die aktuelle Lage ist durch starke räumliche Kontraste gekennzeichnet: Während der Norden Argentiniens mit ungewöhnlich hohen Temperaturen kämpft, herrscht im gebirgigen Westen eine ausgeprägte Schneefallgefahr. Für Teile der Andenprovinzen Mendoza, Neuquén und San Juan gelten orangefarbene Warnungen, dort könnten in einzelnen Zonen Schneemengen von bis zu zwei Metern zusammenkommen. Gleichzeitig besteht in Teilen der Provinz Córdoba eine erhöhte Brandgefahr.
- AMBA: Instabiler Tag mit Gewitterwahrscheinlichkeit zwischen 70% und 100%.
- Morgenprognose für die Stadt Buenos Aires: Nordwinde bis 50 km/h, morgens rund 18°C, Nachmittag bis 23°C.
- Wochenendaussichten: Samstag vereinzelte Gewitter bei 14°C–18°C; Sonntag kühler und teils bewölkt mit 10°C–15°C (wichtig auch wegen des Fußball-Finales).
| Tag | Wetter | Temperaturen |
|---|---|---|
| Freitag | Stürme/Hagel, stark instabil | morgens ~18°C, Nachmittag ~23°C |
| Samstag | vereinzelte Gewitter | 14°C–18°C |
| Sonntag | kühl, teils bewölkt | 10°C–15°C |
Ursache und Bedeutung
Der SMN führt die jüngsten, teils extremen Schwankungen in der Witterung teilweise auf das Klimaphänomen El Niño zurück. Solche großskaligen Ozean-Atmosphären-Phänomene beeinflussen die Verteilung von Niederschlägen und Temperaturen über Monate hinweg und können in verschiedenen Landesteilen gegensätzliche Extreme begünstigen — von Starkregen und Hagel bis hin zu Schneefällen in den Höhenlagen und ungewöhnlicher Kälte oder Hitze in südlicheren Regionen.
Für die Bevölkerung bedeutet das erhöhte Vorsicht bei Freiluftaktivitäten sowie mögliche Beeinträchtigungen im Verkehr und in der Landwirtschaft. Besonders in Gebieten mit Schneewarnungen sind Straßen- und Infrastrukturbehinderungen nicht auszuschließen; in Brandgefährdeten Zonen ist dagegen die Bereitschaft von Feuerwehren und Forstdiensten gefragt.
Die Lage bleibt dynamisch: Der Wetterdienst hält landesweit weiter Warnungen aufrecht und passt seine Prognosen kurzfristig an.