Einheitlicher Standort für Traumatologie und Orthopädie
Der Verwaltungsrat der AUVA hat in einer außerordentlichen Sitzung dem überarbeiteten Konzept für das Trauma‑Orthopädie‑Zentrum Klagenfurt (TOZK) zugestimmt. Das Projekt sieht vor, die traumatologische und orthopädische Versorgung an einem einzigen, modern ausgestatteten Standort auf dem Gelände des Klinikums Klagenfurt zu bündeln. Träger der baulichen und betrieblichen Umsetzung bleibt die AUVA, die vorhandene Infrastruktur des Klinikums direkt nutzen will.
Finanzierung, Kapazitäten und Zeitplan
Wesentliche Eckdaten des Beschlusses sind bereits abgestimmt: Das Land Kärnten stellt aus einem Gesundheitsfonds rund 60 Millionen Euro zur Verfügung, wodurch der reguläre Landeshaushalt nicht zusätzlich belastet werden soll. Der Baubeginn ist für spätestens 2027 geplant, Ziel für die Inbetriebnahme ist der Zeitraum 2031/2032.
- Bettenkapazität: 66 stationäre Betten und 30 tagesklinische Plätze
- Zusätzliche Einrichtung: 32 Betten für ein Alterszentrum, finanziert durch die KABEG
- Träger/Partner: AUVA, KABEG, Land Kärnten
Bedeutung für Patienten und Beschäftigte
Das Zusammenführen der Abteilungen soll Doppelstrukturen vermeiden und die Versorgungspfade für verletzte und orthopädisch zu behandelnde Patientinnen und Patienten bündeln. Für Menschen in der Region bedeutet das künftig kürzere Wege innerhalb des Klinikareals und eine zentralisierte Anlaufstelle für akut- und planbare Fälle. Politische Vertreter und Sozialpartner begrüßen die Einigung mit Blick auf die Sicherung von Arbeitsplätzen und die qualitative Stärkung der medizinischen Infrastruktur.
Worte der Verantwortungsträger
„Uns ist ein wunderbares Reformprojekt im Sinne der Gesundheit und für die kärntner Bevölkerung gelungen“, zeigte sich Landeshauptmann Daniel Fellner erleichtert.
Die Erklärung des Landeshauptmanns hebt hervor, dass mit der Entscheidung eine jahrelange Planungsphase abgeschlossen wurde und nun die Umsetzung folgen soll. Weitere politische Stimmen, darunter Beate Prettner und Martin Gruber, haben das Vorhaben unterstützt.
Was jetzt noch zu klären bleibt
Auch wenn die grundsätzliche Einigung steht, sind bis zum Baustart und zur Inbetriebnahme noch Detailfragen zu klären: konkrete Projektplanung und -genehmigungen, die genaue räumliche Anbindung an bestehende Stationen des Klinikums, Personalplanung sowie Abstimmungen zu Übergangsregelungen während der Bauphase. Für Patientinnen und Patienten sowie deren Angehörige bleibt wichtig, die Entwicklungen zu verfolgen, weil sich dadurch Zugangswege zu bestimmten Leistungen und interdisziplinäre Versorgungsabläufe verändern können.
| Aspekt | Angabe |
|---|---|
| Fördermittel Land Kärnten | ca. 60 Mio. € |
| Stationäre Betten | 66 |
| Tagesklinische Plätze | 30 |
| Alterszentrum | 32 Betten (KABEG finanziert) |
| Baubeginn (geplant) | spätestens 2027 |
| Inbetriebnahme (Ziel) | 2031/2032 |
Für Klagenfurt und das gesamte Bundesland bedeutet die Entscheidung eine langfristige Neustrukturierung der Unfall‑ und orthopädischen Versorgung. Betroffene Patientinnen und Patienten, aber auch Beschäftigte im Gesundheitsbereich sollten die kommenden Ausschreibungen, Informationsangebote der KABEG und AUVA sowie kommunale Informationskanäle beachten, um sich rechtzeitig auf Änderungen in Abläufen und Anlaufstellen einstellen zu können.