Feuerwehr kämpft weiter gegen versteckte Glutnester
Ein großer Brand auf dem Betriebsgelände eines Bau- und Fuhrunternehmens in Wels beschäftigte die Einsatzkräfte über zwei Tage. Nachdem die Flammen am Montag zunächst für gelöscht erklärt worden waren, flammten in den frühen Morgenstunden des Dienstag erneut Brandherde auf. Ursache dafür waren offenbar weiterhin glimmende Rückstände in der Halle, die sich wieder entzündeten.
Die Einsatzleiter berichteten, dass insbesondere die Menge und Beschaffenheit des gelagerten Materials die Lage erschwerten: Insgesamt mussten rund 3.600 Kubikmeter Gewerberestmüll aus der Halle entfernt und wiederholt abgelöscht werden. Die Arbeiten dauerten über viele Stunden, weil nicht sicher auszuschließen war, dass nicht noch weitere Glutnester vorhanden sind.
- Einsatzdauer: rund zwei Tage, mit einem ersten Einsatz von etwa 18 Stunden am Montag.
- Materialmenge: ca. 3.600 m³ Gewerberestmüll.
- Ursache: glimmende Restbrände innerhalb der Halle; zunehmend problematisch sind auch Lithium-Ionen-Akkus in Abfalllagern.
„Bei diesen enormen Mengen an Gewerberestmüll ist es immer schwierig zu sagen, ob wirklich alle Glutnester abgelöscht sind“, sagte Clemens Stöger von der Feuerwehr Wels.
Feuerwehrexperten sehen ein bundesweites Muster: Brände auf Deponien und an Abfallumschlagplätzen nehmen zu, oft ausgelöst durch beschädigte oder falsch entsorgte Lithium-Ionen-Akkus. Solche Akkus können sich selbst entzünden, wenn sie Druck ausgesetzt oder beschädigt werden, und führen zu Bränden, die schwer zu kontrollieren sind.
Konkrete Folgen und Hinweise für Anrainer
Für Anrainer und Betriebe in der Nähe bedeutet das: erhöhte Wachsamkeit bei Geruchs- oder Rauchentwicklung sowie die Bereitschaft, Anweisungen von Einsatzkräften unverzüglich zu befolgen. Für Betriebe mit Abfalllagerung ist dies ein Anlass, interne Entsorgungs- und Lagerungsregeln zu überprüfen und besonders auf die sichere Behandlung von Akkus und elektronischen Altgeräten zu achten.
| Faktor | Angabe |
|---|---|
| Gelagerte Menge | ~3.600 m³ |
| Einsatzdauer | ca. 48 Stunden (mit längeren Einzeleinsätzen) |
| Hauptproblem | Glimmende Rückstände, Lithium-Ionen-Akkus |
Die Feuerwehr Wels war in erheblichem Umfang im Einsatz und betont die Schwierigkeit, alle Brandherde in großen Müllmengen sicher zu lokalisieren. Die Ermittlungen zur genauen Brandursache und mögliche weitere Maßnahmen zur Vorbeugung dauern an.