Schülerinnen und Schüler gestalten öffentlichen Ort als Zeichen der Solidarität
Auf der Streuobstwiese in Schüttdorf hat eine Schulklasse des Gymnasiums Zell am See in diesen Tagen einen sogenannten „Glücksbaum“ angebracht. Die Initiative stammt aus dem Ethikunterricht der Klasse 5b und wurde von Marita Gandler, der Ethiklehrerin, angestoßen. Die Idee brachte sie nach eigenen Angaben von einer Erasmus+-Reise aus Leipzig, wo sie ein vergleichbares Projekt im Clara-Zetkin-Park kennengelernt hatte.
Der Baum ist mit kleinen Kärtchen, aufmunternden Worten und Glücksbotschaften behängt. Spaziergängerinnen und Spaziergänger sollen sich eine Botschaft nehmen dürfen, wenn sie gerade Zuspruch brauchen. Gleichzeitig sind alle eingeladen, selbst eine Nachricht oder ein kleines Zeichen von Wertschätzung an den Ast zu hängen. Die Stadtgemeinde unterstützte die Projektumsetzung vor Ort.
Konkrete Bedeutung für die Nachbarschaft
Solche niedrigschwelligen Angebote können im Alltag wirksam sein: Eine kurze, positive Botschaft kann für Menschen in belastenden Situationen eine Stütze darstellen und das Gefühl von Gemeinschaft stärken. Besonders für jene, die sich isoliert fühlen, ist die sichtbare Geste eines öffentlich zugänglichen „Glücksbaums“ ein direktes Signal, nicht alleine zu sein.
Die Initiatorinnen und Initiatoren betonten den pädagogischen Aspekt des Projekts ebenso wie die soziale Komponente. In eigenen Worten heißt es:
„Wir als Klasse wollen mit dieser Aktion zeigen, dass Worte viel bewirken. Kleine Gesten und freundliche Botschaften erleichtern den Alltag und schenken neue Kraft.“
- Ort: Streuobstwiese Schüttdorf
- Initiatorin: Ethiklehrerin Marita Gandler
- Klasse: 5b, Gymnasium Zell am See
- Unterstützung: Stadtgemeinde Zell am See
Das Projekt ist als dauerhaftes Mitmachangebot angelegt: Der Baum soll fortlaufend wachsen, wenn Passantinnen und Passanten eigene Wünsche, Sprüche oder Glücksbringer anbringen. Dadurch wird das Kunst- und Gemeinschaftsobjekt zugleich zu einer Art Gesprächsangebot im öffentlichen Raum.
| Element | Angabe |
|---|---|
| Projekt | Glücksbaum |
| Initiatorin | Marita Gandler (Ethiklehrerin) |
| Schulklasse | 5b, Gymnasium Zell am See |
| Ort | Streuobstwiese Schüttdorf |
Für die Gemeinde bedeutet das Projekt wenig Aufwand bei gleichzeitig hohem sozialen Mehrwert: Ein kleiner, gut sichtbarer Ort der Begegnung, der lokale Identität und gegenseitige Unterstützung fördern kann. Bewohnerinnen und Besucher sind eingeladen, das Angebot zu nutzen und aktiv mitzugestalten.
Weitergehende Informationen zum Standort oder Beteiligungsmöglichkeiten sind über die Stadtgemeinde erhältlich; das Gymnasium hat das Engagement der Klasse öffentlich gemacht, um andere Gruppen zum Nachmachen zu motivieren.