Alle Österreicher im Einzel ausgeschieden
Beim 82. Auflage des Generali Open in Kitzbühel hat sich am Mittwoch die Reihe der heimischen Favoriten endgültig beendet: Nach Joel Schwärzler, Sebastian Ofner und Lukas Neumayer verabschiedete sich mit Jurij Rodionov auch der letzte Österreicher im Einzel. Rodionov unterlag im Achtelfinale dem als Nummer vier gesetzten Argentinier Tomas Etcheverry in zwei Sätzen mit 2:6, 6:7(4).
Der 27-jährige Rodionov zeigte insbesondere im zweiten Durchgang Kampfgeist: Nach einem zwischenzeitlichen Rückstand schaffte er noch die Wende und holte ein 1:4 auf. Am vollen Centrecourt kam erst gegen Ende echte Turnieratmosphäre auf, doch im Tiebreak setzte sich der an Position vier gesetzte Argentinier durch. Nach einem umstrittenen Ball kam es zu Pfiffen aus dem Publikum.
Auswirkungen für das Turnier und die lokale Szene
Das frühe Ausscheiden der heimischen Einzelakteure hat mehrere Folgen für den Veranstaltungsverlauf in Kitzbühel: Sportlich fällt die heimische Identifikationsfigur im Einzel weg, was Zuschauerinteresse und Lokalberichterstattung beeinflussen kann. Für Turnierbesucherinnen und -besucher bedeutet das weniger nationale Heimhoffnung im Einzelwettbewerb; gleichzeitig bleibt das attraktive Teilnehmerfeld international besetzt.
- Sportlich: Österreich ist im Einzel nicht mehr vertreten.
- Doppel: Im Doppelwettbewerb sind österreichische Duos weiterhin aktiv (u. a. Joel Schwärzler/Lukas Neumayer; Lucas Miedler mit Marc Polmans).
- Persönlicher Fahrplan Rodionov: Er plant, nächste Woche beim Challenger in Bonn zu spielen und anschließend auf Hartplatz zur US-Tournee zu wechseln; das Heim-Challenger in Tulln lässt er aus.
Matchdaten auf einen Blick
| Spieler | Set 1 | Set 2 | Ergebnis |
|---|---|---|---|
| Jurij Rodionov (AUT) | 2 | 6 (4 im TB) | 2:6, 6:7(4) |
| Tomas Etcheverry (ARG), gesetzt Nr. 4 | 6 | 7 (7 im TB) | 6:2, 7:6(4) |
Für die heimische Tennisszene bleibt aber ein Trost: Im Doppel sind weiterhin österreichische Vertreter im Wettbewerb. Joel Schwärzler und Lukas Neumayer sind im Viertelfinale eingeplant, und Lucas Miedler tritt noch mit dem Australier Marc Polmans an – das zuletzt in Gstaad erfolgreiche Duo könnte für lokale Stimmung sorgen.
Für Zuschauerinnen und Zuschauer im Bezirk Kitzbühel bleibt das Turnier ein Highlight der Sommersaison, auch wenn die Heimpublikumslieblinge im Einzel nicht mehr im Rennen sind. Turnierorganisation und lokale Akteure werden nun verstärkt auf die verbleibenden Partien und das Rahmenprogramm setzen, um das Interesse hochzuhalten.