Sanierung mit Blick auf Bestand und Klima
In St. Johann haben die Hanel Ingenieure mit dem Projekt K29 ein Beispiel dafür geschaffen, wie ein historischer Altbau in der Praxis weiterentwickelt werden kann, ohne seine Geschichte zu verwischen. Die Planer kombinierten den vorhandenen Baubestand bewusst mit neuen Bauteilen; wesentliches Element der Gebäudehülle sind dabei Dämmstoffe des Unternehmens Steinbacher, die laut Projektbeteiligten maßgeblich zum Raumklima beitragen.
Bedeutung für Bewohner und Region
Für Bewohnerinnen und Bewohner im Bezirk Kitzbühel hat eine solche vorgehensweise mehrere praktische Folgen: Verbessertes Innenraumklima, weniger Zugerscheinungen an Wänden und Decken sowie Schutz vor sommerlicher Überhitzung durch Kombination von Dämmung und Sonnenschutz. Gerade in Regionen mit limitierter Neubaufläche bringt die Auffassung, Altbestand als Ressource zu betrachten, einen direkten Nutzen für die Ortsgestaltung und die nachhaltige Nutzung vorhandener Immobilien.
- Erhalt statt Abriss: Historische Substanz bleibt sichtbar, wird aber energetisch und funktional modernisiert.
- Materialeinsatz: Steinbacher-Dämmstoffe wurden in der Gebäudehülle eingesetzt.
- Komfortfaktor: Dämmung wirkt laut Projektpartnern nicht nur energieeffizient, sondern verbessert das Wohlbefinden der Nutzer.
„Ein 120 Jahre altes Gebäude nicht nur zu erhalten, sondern weiterzuentwickeln. Die Geschichte bleibt sichtbar, gleichzeitig entsteht etwas Neues.“
Das Zitat verweist auf den Anspruch der Planer, Geschichte und zeitgemäße Nutzung zu verbinden. Aus Sicht eines Herstellers und Projektpartners wurde betont, dass Dämmung weit über reine Energieeinsparung hinauswirkt: Sie beeinflusse Oberflächentemperaturen, reduziere Zugluft und trage in Kombination mit geeigneten Sonnenschutzmaßnahmen zu einem angenehmeren Raumklima bei.
Nachhaltigkeit als Produktnutzen
Im Projekt K29 wird Nachhaltigkeit nicht allein über das Material bemessen, sondern über den Nutzen und die Lebensdauer der eingesetzten Produkte. In der Praxis bedeutet das: Eine qualitätsvolle Sanierung kann Gebäude auf ein Komfort- und Effizienzniveau bringen, das mit Neubauten konkurrenzfähig ist — vorausgesetzt, Planung, Materialwahl und Ausführung sind aufeinander abgestimmt.
| Aspekt | Im Projekt K29 |
|---|---|
| Objekt | 120 Jahre alter Altbau |
| Akteur | Hanel Ingenieure, Steinbacher (Dämmstoffe) |
| Ziel | Erhalt & Weiterentwicklung, verbesserte Raumklimatik |
Für Gemeinden und Hauseigentümer im Bezirk kann K29 als Referenz dienen: Sanierungen, die vorhandene Bausubstanz nutzen und gleichzeitig zeitgemäße Dämm- und Komfortlösungen integrieren, sind eine Möglichkeit, dem Flächenmangel durch sinnvolle Re-Use-Strategien zu begegnen. Bei konkretem Interesse an ähnlichen Maßnahmen empfiehlt sich eine frühzeitige Einbindung von Planern und Fachbetrieben, um projektspezifische Lösungen zu finden und Fördermöglichkeiten zu prüfen.