Fürstenfeld setzt auf Modernisierung und Vorsorge
Die Stadtgemeinde Fürstenfeld treibt die nachhaltige Absicherung ihrer Trinkwasserversorgung voran. Die Maßnahmen, die auf einer Bestandsanalyse von 2025 basieren, umfassen Sanierungen bestehender Anlagen, den Ausbau der Förderinfrastruktur und die Digitalisierung des Rohrnetzes. Das geplante Investitionsvolumen beträgt rund 15 Millionen Euro.
Historie und aktuelle Struktur
Seit 1905 existiert in Fürstenfeld eine moderne öffentliche Wasserversorgung. Von den ursprünglich drei Brunnen sind heute noch zwei in Betrieb. Im Zuge der Erweiterungen wurden ab 1994 Anlagen in Altenmarkt und Übersbach errichtet; die Anlage in Söchau wird seit 2001 betrieben. Insgesamt wird das Wasser aus zwölf artesischen Brunnen gewonnen. Zur Aufbereitung stehen in Fürstenfeld und Übersbach Anlagen zur Enteisung und zur Desinfektion mittels UV-Licht zur Verfügung; außerdem sorgen drei Hochbehälter für Vorrat und Netzdruck.
Technische Schwerpunkte und Krisenvorsorge
Als Reaktion auf trockenere Sommer und sinkende Grundwasserspiegel legt die Gemeinde den Fokus auf:
- Sanierung und Modernisierung des Rohrnetzes zur Verringerung von Verlusten,
- Vermessung und Digitalisierung des Versorgungsnetzes mittels Leitungskataster,
- Einführung eines einheitlichen Prozessleitsystems mit Sensoren zur Überwachung,
- Sicherung der Wasserressourcen durch den Bau von zwei neuen Brunnen,
- Krisenvorsorge einschließlich Blackout-Sicherheit durch Notstromaggregate.
Regionale Zusammenarbeit
Fürstenfeld setzt nicht allein auf eigene Kapazitäten: Es bestehen bereits Kooperationen mit Bad Loipersdorf und dem Wasserverband Vulkanland. Eine Zusammenarbeit mit Großwilfersdorf wird angedacht. Solche Vernetzungen sollen Versorgungsspitzen abfedern und die Resilienz der Infrastruktur in der Thermenregion stärken.
Bedeutung für Haushalte und Betriebe im Bezirk
Die Maßnahmen haben direkte Folgen für die Versorgungssicherheit im Bezirk Hartberg-Fürstenfeld: Reduzierte Verluste im Netz und zusätzliche Brunnen verringern das Risiko von Engpässen in heißen, trockenen Sommern. Die Digitalisierung des Netzes ermöglicht eine schnellere Fehlerkennung und zielgerichtete Instandhaltung, was künftig auch Ausfallzeiten verkürzen kann. Für Nutzerinnen und Nutzer bedeutet das langfristig zuverlässigeres Trinkwasser; Rückschlüsse auf Gebühren oder zeitnahe Einschränkungen lassen sich aus den vorliegenden Informationen allerdings nicht ziehen.
Tabelle: Wichtige Zahlen und Anlagen
| Aspekt | Angabe |
|---|---|
| Investitionsvolumen | ~15 Millionen Euro |
| Anzahl artesischer Brunnen | 12 |
| Hochbehälter | 3 |
| Seit | 1905 öffentliche Wasserversorgung |
| Erweiterungen | Altenmarkt, Übersbach, Anlage Söchau (seit 2001) |
Die Gemeinde hat bereits erste Schritte des mehrjährigen Projekts umgesetzt; weitere Maßnahmen basieren auf der Bestandsanalyse von 2025. Für Konsumentinnen und Konsumenten im Bezirk bleibt relevant, dass die Planung sowohl auf technische Modernisierung als auch auf Kooperation setzt — beides zentrale Elemente für eine krisenfeste Wasserversorgung.