Langfristige Sicherung der Wasserversorgung
Die Stadtgemeinde Fürstenfeld hat ein mehrjähriges Reinvestitions- und Modernisierungsprojekt zur Absicherung der Trinkwasserversorgung aufgelegt. Auf der Grundlage einer Bestandsanalyse aus dem Jahr 2025 werden bestehende Anlagen saniert, das Rohrnetz erneuert und die Überwachung mittels Sensortechnik ausgebaut. Ziel ist es, Verluste zu minimieren und die Versorgung in Trockenperioden sowie in Krisensituationen stabil zu halten.
Bestand und Ausbau
Historisch besteht die öffentliche Wasserversorgung in Fürstenfeld seit 1905. Von ursprünglich drei Brunnen sind heute noch zwei aktiv. Aktuell wird das Wasser aus zwölf artesischen Brunnen gewonnen; in Fürstenfeld und Übersbach sind Aufbereitungsanlagen für Enteisung und UV-Desinfektion in Betrieb. Drei Hochbehälter sorgen für Vorrat und Netzdruck. Geplant ist die Errichtung von zwei neuen Brunnen als Teil der Ressourcenabsicherung.
- Maßnahmen: Erneuerung des Rohrnetzes, Leitungskataster und Vermessung
- Digitalisierung: Einführung eines einheitlichen Prozessleitsystems mit Sensoren
- Krisenvorsorge: Notstromaggregate, Kooperationen mit Nachbargemeinden
Die Gemeinde setzt neben technischen Maßnahmen auch auf Zusammenarbeit: Es bestehen bereits Kooperationen mit Bad Loipersdorf und dem Wasserverband Vulkanland; eine Zusammenarbeit mit Großwilfersdorf ist in Planung. Solche Partnerschaften sollen die regionale Versorgungssicherheit erhöhen und Synergien bei Betrieb und Betriebssicherheit ermöglichen.
| Bestand/Plan | Anzahl |
|---|---|
| Artesische Brunnen (aktuell) | 12 |
| Ursprüngliche Brunnen 1905 | 3 (davon noch 2 aktiv) |
| Hochbehälter | 3 |
| Geplante neue Brunnen | 2 |
| Investitionsvolumen | ~15 Millionen Euro |
Bedeutung für die Bevölkerung
Für die Bürgerinnen und Bürger von Fürstenfeld bedeutet das Programm konkretere Versorgungssicherheit in Sommern mit geringer Niederschlagsmenge sowie eine bessere Vorsorge für Störfälle und Stromausfälle. Die Erneuerung alter Leitungen zielt außerdem auf eine Reduktion von Wasserverlusten, was langfristig Betriebskosten senken und die Netzeffizienz erhöhen kann. Die Digitalisierung des Netzes erleichtert künftige Störungsanalysen und schnellere Eingriffe bei Leckagen.
Erste Schritte des Vorhabens sind bereits umgesetzt, weitere Sanierungen und Erweiterungen werden nach und nach folgen. Die Gemeinde stellt damit die lokale Wasserversorgung breit auf — technisch, organisatorisch und partnerschaftlich.