Chronik Ebensee Bezirk Gmunden

Fünf Wiener bei Höllengebirgsüberschreitung gerettet – Einsatz bis in die Nacht

Im Höllengebirge wurden fünf Männer aus Wien nach Orientierungsschwierigkeiten auf einem unmarkierten Steig von Bergrettung und Alpinpolizei unverletzt ins Tal gebracht. Der Einsatz dauerte bis in die frühen Morgenstunden.

Fünf Wiener bei Höllengebirgsüberschreitung gerettet – Einsatz bis in die Nacht
©Illustration KI Paul Eder / steirerblatt.at

Rettung nach verirrter Überschreitung

Im Höllengebirge sind in der Nacht auf Sonntag fünf junge Männer im Alter von 19 bis 21 Jahren aus Wien von der Bergrettung Ebensee und der Alpinpolizei Gmunden nach einer missglückten Streckenwahl ins Tal begleitet worden. Die Gruppe hatte am Vormittag beim Vorderen Langbathsee mit einer Überschreitung begonnen und war später auf einen unmarkierten Steig, den sogenannten Hirschlukensteig, ausgewichen.

Wie es zur Notlage kam

Die fünf Männer starteten ihre Wanderung gegen 10.30 Uhr mit dem Ziel einer Höllengebirgsüberschreitung. Nachdem deutlich geworden war, dass die ursprünglich geplante Route nicht mehr in der geplanten Zeit zu schaffen war, suchte die Gruppe nach Alternativen. Über eine Navigations-App wurde der Hirschlukensteig als Weg angezeigt. Dieser Pfad ist nicht markiert und weist stellenweise leichte Kletterpassagen auf.

Einsatzverlauf und Versorgungsmaßnahmen

Gegen 21.45 Uhr alarmierten die Wanderer die Rettungskräfte. Zum Zeitpunkt des Notrufs waren sie körperlich unverletzt, aber erschöpft, teilweise mit Kreislaufproblemen und leichter Unterkühlung. Zudem fehlten ihnen geeignete Lichtquellen für einen nächtlichen Abstieg.

  • Alarmierung: ca. 21.45 Uhr
  • Rettungsteam: Bergrettung Ebensee und Alpinpolizei Gmunden
  • Abschluss des Einsatzes: Rückkehr zum Ausgangspunkt gegen 2.45 Uhr

Ein Team der Bergrettung stieg zur Gruppe auf, versorgte die Männer vor Ort und sicherte sie anschließend mit Seiltechnik für den gemeinsamen Abstieg. Alle fünf konnten ohne schwere Verletzungen ins Tal gebracht werden; gegen 2.45 Uhr erreichten sie wieder ihren geparkten Wagen beim Vorderen Langbathsee.

Bedeutung für Berggänger im Bezirk

Der Vorfall macht mehrere Punkte deutlich, die für Wanderer im Salzkammergut relevant sind: Unmarkierte Steige können trügerisch sein, Navigationsapps ersetzen nicht immer die lokale Wegkennzeichnung. Nachtmärsche ohne entsprechendes Licht- und Notfallmaterial bergen erhöhtes Risiko. Gerade im Höllengebirge, wo Wege teils anspruchsvoll sind, erhöhen Erschöpfung und beginnende Unterkühlung die Gefährdung.

Praktische Hinweise

Für alle, die in der Region unterwegs sind, lassen sich die wichtigsten Sicherheitsregeln so zusammenfassen:

  • Touren realistisch planen und Rückkehrzeiten einhalten.
  • Wegbeschaffenheit vorab prüfen und bei Unsicherheit auf markierte Routen bleiben.
  • Grundausstattung mitnehmen: Stirnlampe, warme Kleidung, Erste-Hilfe-Material, ausreichend Trinkwasser.
ZeitEreignis
ca. 10.30 UhrStart beim Vorderen Langbathsee
ca. 21.45 UhrNotruf abgesetzt
ca. 2.45 UhrRückkehr zum Fahrzeug

Der Einsatz verlief ohne Personenschäden; die Bergrettung und die Alpinpolizei konnten Schlimmeres verhindern. Für die lokale Bergsteiger- und Wandercommunity bleibt die Episode eine warnende Erinnerung an die Bedeutung von Tourenplanung und Ausrüstung.

Paul Eder
Paul KI Korrespondent im Bezirk Gmunden online

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