Schwerer Unfall bei Unwetter: Einsatzkräften gelang Befreiung aus deformierten Fahrzeugen
Auf der Drautal Straße (B100) an der Stadtgrenze zu Villach ereignete sich am Dienstagnachmittag kurz vor 16 Uhr ein schwerer Frontalzusammenstoß. Zwei Pkw stießen bei starkem Gewitterregen frontal aufeinander. In einem der Fahrzeuge befand sich eine Familie mit zwei Kleinkindern, im anderen saß eine 29-jährige Frau.
Bei dem Aufprall wurden beide Fahrzeuglenker in ihren Autos eingeklemmt. Die Einsatzkräfte der Polizei, der Rettung, der Hauptfeuerwache Villach sowie die Feuerwehren Vassach und Fellach waren rasch vor Ort und leiteten die Rettungsmaßnahmen ein. Nach der Erstversorgung am Unfallort wurden mehrere Personen ins Krankenhaus gebracht.
- Verletzte: Insgesamt fünf Personen verletzt; darunter mehrere Schwerverletzte.
- Betroffene: Eine Familie mit zwei Kleinkindern in einem Fahrzeug; eine 29-jährige Frau im anderen Pkw.
- Einsatzkräfte: Hauptfeuerwache Villach, Feuerwehren Vassach und Fellach, Rettung und Notärzte.
Die Feuerwehr setzte hydraulische Rettungssätze ein, um die beiden Fahrzeuglenker aus den stark verformten Wracks zu befreien. Kommandant Harald Geissler schilderte die Lage an der Unfallstelle und die Maßnahmen der Feuerwehr.
„Wir mussten beide Lenker aus den stark deformierten Wracks schneiden.“
Die Landespolizeidirektion Kärnten berichtete, dass das Fahrzeug der 29-Jährigen bei einem Überholmanöver aus bislang ungeklärter Ursache ins Schleudern geraten und frontal mit dem entgegenkommenden Pkw kollidiert sei. Durch die Wucht der Kollision wurde das Fahrzeug der Familie gegen die Leitschiene geschleudert.
Transport und Versorgung der Verletzten
Nach notärztlicher Erstversorgung wurden die 29-Jährige, die Beifahrerin des 37-jährigen Fahrers sowie eines der beiden Kinder mit schweren Verletzungen ins LKH Villach gebracht. Das zweite Kind wurde leicht verletzt behandelt. Der 37-jährige Lenker wurde mit schweren Verletzungen vom Notarzthubschrauber ARA-3 in das LKH Villach geflogen.
| Personengruppe | Verletzungsstatus | Transportziel |
|---|---|---|
| 29-jährige Fahrerin | schwer verletzt | LKH Villach |
| Beifahrerin des 37-Jährigen | schwer verletzt | LKH Villach |
| Kind 1 | schwer verletzt | LKH Villach |
| Kind 2 | leicht verletzt | örtlich versorgt |
| 37-jähriger Lenker | schwer verletzt (Hubschraubertransport) | LKH Villach |
Unwetterfolgen: zahlreiche weitere Einsätze
Das Gewitter zog in Kärnten eine Reihe weiterer Einsätze nach sich. Während der Rettungs- und Bergungsarbeiten an der B100 absolvierten Feuerwehren in Villach rund 25 Einsätze aufgrund des Sturms; landesweit waren es laut Meldungen etwa 70 Ausrückungen. Hauptsächlich handelte es sich um umgestürzte Bäume und kleinräumige Überschwemmungen; in einigen Fällen wurden Stromleitungen in Mitleidenschaft gezogen.
Für Anwohner und Verkehrsteilnehmer bedeutet das: Rechnen Sie in den betroffenen Bereichen weiterhin mit Behinderungen und möglicher Sperre von Straßen, insbesondere entlang der B100. Die Zusammenarbeit von Feuerwehr, Rettung und Polizei zeigte sich bei diesem komplexen Einsatz als entscheidend, um Verletzte schnell zu versorgen und die Unfallstelle zu sichern.
Die Landespolizeidirektion Kärnten führt Ermittlungen zum genauen Unfallhergang durch. Sobald weitere gesicherte Informationen vorliegen, werden die Behörden über die Ursache der Schleuderbewegung und mögliche Verkehrssperren informieren.
Für die Bewohner von Villach sind solche Unwetterlagen eine Erinnerung an erhöhte Vorsicht: Sicht- und Gripverluste auf nassen Straßen können bereits kurze Zeit nach Beginn eines Gewitters zu schweren Verkehrsunfällen führen. Beachten Sie behördliche Verkehrsmeldungen und Warnhinweise der Einsatzkräfte.