Schwerer Forstunfall in Hohenthurn
Am Donnerstagmittag ereignete sich in einem Waldgebiet bei Hohenthurn im Bezirk Villach-Land ein schwerer Arbeitsunfall: Ein 57-jähriger Mann geriet beim Aufarbeiten von Schadholz zwischen zwei liegenden Baumstämmen in eine Zwangslage und wurde am Unterschenkel eingeklemmt.
Nach Darstellung der Landespolizeidirektion Kärnten versuchte der Verletzte zunächst, den bereits mit einer Seilwinde verbundenen Stamm per Funkfernbedienung zu entfernen. Dabei kam es zu einem Versagen der Technik.
„Der 57-Jährige versuchte den bereits mit der Seilwinde in Verbindung gebrachten Baumstamm, mittels Funkfernbedienung, von seinem Bein runter zu ziehen. Dies gelang jedoch nicht, da das Seil der Frostwinde abriss“,
Als das Seil riss, blieb der Mann eingeklemmt. In der Folge nutzte er seine Motorsäge, um sich verletzungsbedingt selbst aus der Klemme zu schneiden und setzte anschließend den Notruf ab.
Rettungseinsatz und Versorgung
Nach Eintreffen der Rettungskräfte erfolgte eine notärztliche Erstversorgung durch die Crew des Rettungshubschraubers ARA 3. Die Bergung aus dem dichten Wald erfolgte mittels Tauwinde. Der Verletzte wurde mit Verletzungen unbestimmten Grades in das Landeskrankenhaus Villach geflogen.
Insgesamt standen mehr als 30 Einsatzkräfte aus verschiedenen Organisationen im Einsatz. Beteiligt waren neben der Hubschraubercrew die Bergrettung Villach sowie die Freiwilligen Feuerwehren Draschitz/Dreulach, Göriach und Nötsch im Gailtal.
Was der Vorfall für Waldbesitzer und Forstarbeiter bedeutet
Der Fall zeigt eindrücklich, wie schnell sich Arbeitssituationen im Wald zuspitzen können und welche Risiken von rollendem oder liegendem Schadholz ausgehen. Wichtig für Menschen, die in der Region forcieren oder Holz aufarbeiten:
- Arbeitsbereiche stets auf mögliche Bewegungen von Stämmen und Wurzeltellern prüfen.
- Seilwinden und deren Anschlagpunkte regelmäßig auf Verschleiß kontrollieren; ein Seilriss kann lebensgefährliche Folgen haben.
- Alleinarbeit in steilen oder unübersichtlichen Geländeabschnitten nur mit geeigneten Sicherheitsmaßnahmen und Kommunikationsmöglichkeiten (z. B. Funk, Handy, Notfall-Apps) durchführen.
Die konkrete medizinische Prognose zum Verletzungsbild des 57-Jährigen wurde von der Polizei nicht detailliert genannt. Die Polizei- und Rettungskräfte dokumentierten den Einsatz und leiteten die üblichen Maßnahmen zur Klärung des Unfallhergangs ein.
Organisatorische Details des Einsatzes
| Aspekt | Angabe |
|---|---|
| Ort | Waldgebiet, Hohenthurn (Bez. Villach-Land) |
| Zeitpunkt | Donnerstag, gegen 12:22 Uhr |
| Verletzter | 57-jähriger Mann, Verletzungen unbestimmten Grades |
| Beteiligte Einsatzkräfte | ARA 3 (Hubschrauber), Bergrettung Villach, FF Draschitz/Dreulach, FF Göriach, FF Nötsch im Gailtal (insgesamt > 30 Kräfte) |
| Transport | Per Hubschrauber ins LKH Villach |
Für die Bevölkerung in Villach und Umgebung bedeutet der Vorfall eine Mahnung, die Sicherheitsstandards bei Forstarbeiten ernst zu nehmen und bei Beobachtungen von Unfällen unverzüglich die Rettungskräfte zu informieren. Die Behörden prüfen den Hergang weiter; nähere Details wurden bislang nicht veröffentlicht.