Wolf in Sölk erschossen – Behörden senden Proben an die BOKU
In der Gemeinde Sölk im Bezirk Liezen ist am Sonntag ein Wolf von einem Jäger erlegt worden. Es handelt sich nach Angaben der Behörden um das erste Tier, das seit der Rückkehr des Wolfs in der Steiermark zum Abschuss freigegeben und dann tatsächlich getötet wurde. Vonseiten der zuständigen Stellen wurden DNA-Proben des Tieres zur weiteren Untersuchung an die Universität für Bodenkultur (BOKU) gesendet.
Hintergrund der Entnahme ist, dass dem Wolf in dem Gebiet der nachweisliche Riss von mehr als zehn Schafen zugeschrieben wird. Das Raubtier war nach Angaben der Presseaussendung bereits seit Juni aktiv; man gehe davon aus, dass die tatsächliche Zahl betroffener Nutztiere höher liegen könne als die dokumentierten Fälle.
Was die Behörden anführen
Die Jagdbehörde hatte erstmals in der Steiermark eine Entnahmegenehmigung für einen Wolf erteilt. In einer Presseaussendung kommentierte Agrarlandesrätin Simone Schmiedtbauer (ÖVP) den Schritt mit dem Hinweis, dass es nicht darum gehe, ein Tier auszurotten, sondern «wirksamen Schutz für unsere Alm- und Weidewirtschaft» zu schaffen.
„Wir wollen kein Tier ausrotten, aber wir wollen wirksamen Schutz für unsere Alm- und Weidewirtschaft“,
Konkrete Bedeutung für die Region
Für Hirten und Almwirtschaft im Bezirk Liezen bedeutet der Vorfall eine unmittelbare Entlastung, sofern die Analysen bestätigen, dass es sich bei dem erlegten Wolf um den Verursacher der Risse handelt. Gleichzeitig legt der Fall die Spannungen offen, die zwischen Naturschutzinteressen und den wirtschaftlichen Anliegen der Tierhalter bestehen. Entscheidend bleibt nun die wissenschaftliche Auswertung der eingesandten Proben, um Täterfeststellung und mögliche weitere Schutzmaßnahmen abzuklären.
- Ort: Gemeinde Sölk, Bezirk Liezen
- Ursache für Entnahme: Nachweislich über zehn gerissene Schafe
- Weitere Schritte: DNA-Analysen an der BOKU
Was Betroffene jetzt wissen sollten
Weidehalter und Almwirte im betroffenen Gebiet sollten die Ankündigungen der lokalen Behörden beachten: Informationen zu weiteren Schutzmaßnahmen, Meldewegen für Rissereignisse und möglichen Unterstützungsleistungen werden von Gemeinde- und Landesstellen koordiniert. Ob weitere Entnahmen genehmigt werden, hängt maßgeblich von den wissenschaftlichen Ergebnissen der eingesandten Proben ab.
| Fakt | Bekannt |
|---|---|
| Ort der Entnahme | Sölk (Bez. Liezen) |
| Grund | Nachweislich mehr als 10 gerissene Schafe |
| Probenanalyse | Universität für Bodenkultur (BOKU) |
Die nun anstehende Laboranalyse wird klären, ob es sich bei dem erlegten Tier tatsächlich um das zuvor für die Risse verantwortliche Tier handelt. Damit entscheidet sich auch, ob die Maßnahme als einmalige Reaktion gewertet wird oder ob in Zukunft weitere Abschüsse zur Konfliktbewältigung freigegeben werden könnten.
Lokale Behörden und Interessensvertretungen stehen nun in der Pflicht, transparente Informationen zu liefern und Schutzkonzepte zu kommunizieren, damit Alm- und Weidewirtschaft im Bezirk Liezen ihre Tätigkeit unter berechenbaren Bedingungen fortsetzen können.