Neue Ampeltechnik soll Handy-Abgelenkte rechtzeitig warnen
In Eisenstadt wird aktuell eine technische Schutzmaßnahme gegen abgelenkte Fußgänger erprobt. Die Stadt setzt dafür die aus dem Burgenland stammende „SafeLight“-Technologie ein, die klassische Fußgängerampeln um ein zusätzliches Lichtsignal ergänzt. Ziel ist es, Personen anzusprechen, die beim Überqueren der Straße auf ihr Smartphone schauen und dadurch Rotlicht übersehen könnten.
„SafeLight“-Technologie
Der Testlauf findet an einer Kreuzung in der Nähe einer Schule statt. Betreiber der Technik ist der Swarco-Standort in Neutal, die wissenschaftliche Begleitung übernimmt die BOKU Wien. Beobachtungen, Videoauswertungen und Interviews vor Ort sollen die Wirksamkeit des Systems beurteilen.
Was die Untersuchung umfasst
- Verhaltensbeobachtungen von Passantinnen und Passanten
- Auswertung von Videoaufnahmen zur Reaktion auf das zusätzliche Lichtsignal
- Interviews vor Ort zur Akzeptanz und Alltagstauglichkeit
Informationen aus der Projektleitung deuten auf erste positive Rückmeldungen hin. Sollte die wissenschaftliche Auswertung zu einer positiven Bilanz führen, ist ein Ausbau an weiteren Schutzwegen geplant — die Initiative erhält bereits Unterstützung aus dem Landhaus.
Relevanz für Einwohnerinnen und Einwohner
Für Eltern, Schüler und Verkehrsteilnehmer in Eisenstadt bedeutet das Projekt konkrete Änderungen im Straßenraum: Schulnahe Übergänge sollen sicherer werden, vorausgesetzt, die Technik erweist sich in der Praxis als wirksam. Gleichzeitig ist der Versuch ein Beispiel dafür, wie lokale Produktion und Forschung zusammenwirken: Die Technik stammt aus dem Burgenland, die Evaluierung erfolgt durch eine Wiener Universität.
Für Betroffene vor Ort heißt das konkret: Aufmerksames Verhalten bleibt wichtig, auch wenn technische Warnsysteme zusätzliche Sicherheit bieten sollen. Informationen zu etwaigen Erweiterungen des Systems werden nach Abschluss der wissenschaftlichen Auswertung erwartet.
| Aspekt | Info |
|---|---|
| Technologie | SafeLight (zusätzliches Lichtsignal) |
| Hersteller | Swarco (Standort Neutal) |
| Wissenschaftliche Begleitung | BOKU Wien |
| Testort | Kreuzung in Schulnähe, Eisenstadt |
Die Stadtinformation und die wissenschaftliche Auswertung werden entscheiden, ob und in welchem Umfang das System an weiteren Übergängen eingesetzt wird. Bis dahin bleibt die Maßnahme ein regionales Pilotprojekt mit Bedeutung für die Verkehrssicherheit in Eisenstadt.