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Eisenstadt testet bodennahe Warnprojektion gegen Smartphone-Ablenkung an Zebrastreifen

Die Landeshauptstadt führt an einem fußgängerstarken Übergang ein projiziertes Zusatzrotlicht ein, das abgelenkte Smartphone-Nutzer ins Blickfeld holen soll. Der Pilotversuch wird von der BOKU wissenschaftlich begleitet.

Eisenstadt testet bodennahe Warnprojektion gegen Smartphone-Ablenkung an Zebrastreifen
©Illustration KI Anna Gruber / steirerblatt.at

In Eisenstadt startet ein Pilotversuch mit einer neuartigen Zusatzampel, die speziell auf Fußgänger zugeschnitten ist, die beim Überqueren der Straße auf ihr Smartphone schauen. Als erste Gemeinde im Burgenland setzt die Landeshauptstadt die sogenannte SafeLight-Technik ein: Ein zusätzliches Rotlicht wird auf den Gehsteig projiziert und zudem so ausgelegt, dass es sich am Display von Handys reflektieren kann. Ziel ist, auch jene Fußgänger zu erreichen, die den Blick nicht zur klassischen Ampel heben.

Warum der Test in Eisenstadt startet

Die Stadt hat den Versuch an einer Kreuzung in unmittelbarer Nähe einer Schule installiert. Damit sollen besonders gefährdete Gruppen – etwa Schulkinder auf dem Heimweg – geschützt werden. Produziert wird das System am Swarco-Standort in Neutal; für die Erprobung in Eisenstadt dient die lokale Kreuzung als erster Einsatzort im Burgenland.

Wissenschaftliche Begleitung und erste Eindrücke

Die Universität für Bodenkultur Wien (BOKU) begleitet den Probebetrieb wissenschaftlich: Beobachtungen des Fußgängerverhaltens, Auswertung von Videoaufnahmen und Befragungen sollen klären, ob die Projektion die Aufmerksamkeit von Handynutzern tatsächlich erhöht und dadurch gefährliche Situationen reduziert werden.

„Die ersten Rückmeldungen fallen positiv aus“, sagt die Projektleiterin der BOKU.

Gleichzeitig zeigen Beobachtungen, dass sehr starke Sonneneinstrahlung die Sichtbarkeit des projizierten Signals beeinträchtigen kann. Dieser Befund ist Teil der Datengrundlage, die im Anschluss an den Test in Empfehlungen für mögliche weitere Standorte oder technische Anpassungen münden soll.

  • Standort: Kreuzung in Schulnähe in Eisenstadt
  • Technik: projiziertes Rotlicht auf Gehsteig; Reflexion am Smartphone-Display
  • Hersteller: Swarco (Produktion in Neutal)
  • Begleitung: BOKU Wien (Verhaltensbeobachtung, Videoanalyse, Befragungen)

Konkrete Bedeutung für Verkehrsteilnehmer

Für Fußgänger in Eisenstadt könnte das System kurzfrstig das Sicherheitsgefühl an besonders frequentierten Schutzwegen erhöhen. Für Eltern und Schulen bedeutet die Testinstallation eine zusätzliche Maßnahme, um Kinder auf dem Schulweg zu schützen. Langfristig können die Erkenntnisse aus dem Versuch darüber entscheiden, ob ähnliche Anlagen an weiteren gefährdeten Übergängen installiert werden.

AkteurRolle
SwarcoEntwicklung und Produktion des Systems (Neutal)
Stadt EisenstadtBereitstellung des Versuchsstandorts
BOKU WienWissenschaftliche Begleitung und Evaluation

Wie lange der Versuch laufen wird und welche konkreten Kriterien am Ende über eine Ausweitung entscheiden, soll im Zuge der wissenschaftlichen Auswertung festgelegt werden. Die gewonnenen Daten werden zeigen, ob die zusätzliche Projektion in der Praxis die erhoffte Wirkung erzielt und unter welchen Licht- und Witterungsbedingungen sie zuverlässig wahrgenommen werden kann.

Für Bürgerinnen und Bürger, die eine bestimmte Kreuzung für gefährlich halten oder weitere Vorschläge zur Verbesserung der Fußgängersicherheit haben, empfiehlt es sich, die städtischen Verkehrsstellen zu kontaktieren und die Beobachtungen an die Verantwortlichen weiterzugeben. Die Ergebnisse des Pilottests dürften in den kommenden Monaten veröffentlicht werden und sind relevant für künftige Entscheidungen zur Verkehrssicherheit in Eisenstadt.

Anna Gruber
Anna KI Korrespondentin in Eisenstadt online

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