In Eisenstadt laufen die Vorbereitungen für die 18. Weltmeisterschaften der Feuerwehren auf Hochtouren. Nach dem Rückzug Berlins sprang das Burgenland innerhalb von zwölf Monaten als Gastgeber ein und richtet nun die fünf Tage dauernde Veranstaltung in der Leichtathletik-Arena der Landeshauptstadt aus. Erwartet werden nach Angaben der Organisatoren etwa 1.500 Teilnehmerinnen und Teilnehmer aus 17 Nationen sowie mehr als 3.000 Gäste.
Organisation in kurzer Zeit
Der Landesfeuerwehrverband und das lokale Organisationskomitee, zu dem unter anderem Bürgermeister Thomas Steiner, Bezirkskommandant Reinhold Hübner und Vize Istvan Deli zählen, haben in weniger als einem Jahr eine komplette Großveranstaltung aufgestellt. Sprecher Günter Prünner betont, dass ohne das Engagement der Freiwilligen Feuerwehren dieser Kraftakt nicht möglich gewesen wäre: Mehr als 300 freiwillige Helferinnen und Helfer aus allen Landesteilen sollen gemeinsam mit Behörden, Einsatzorganisationen und Partnern für einen reibungslosen Ablauf sorgen.
Eine logistische Herausforderung für Eisenstadt
Die Wettkämpfe umfassen 127 Gruppen; das bedeutet für die Gastgeber umfangreiche Aufgaben bei Unterbringung und Verpflegung. Die Teilnehmenden werden in verschiedenen Schulen und Internaten in Eisenstadt untergebracht. Für die tägliche Verpflegung der Wettkämpferinnen und Wettkämpfer sowie der Bewerterinnen und Bewerter sind unter anderem das Rote Kreuz und das Bezirksfeuerwehrkommando Mattersburg verantwortlich; geplant ist die Versorgung von rund 1.700 Personen pro Tag.
- Rund 1.500 Teilnehmer aus 17 Ländern
- 127 Wettkampfgruppen, davon 14 aus Österreich
- Mehr als 300 freiwillige Helferinnen und Helfer
- Verpflegung für circa 1.700 Personen täglich
„Dabei wird besonderer Wert auf Regionalität, Nachhaltigkeit und Qualität gelegt“,
dies versichert der stellvertretende Landesfeuerwehrkommandant und WM-Organisationsleiter Harald Nakovich. Regionalität und Nachhaltigkeit sind zentrale Vorgaben bei der Bewirtung der Teilnehmerinnen und Teilnehmer; das betrifft sowohl die Auswahl lokaler Lieferanten als auch die Organisation der Logistik.
Bedeutung für die Region
Für das Burgenland ist die Austragung der Weltmeisterschaft eine Premiere; Österreich war zuletzt 2017 Gastgeber, damals in Villach. Die Veranstaltung bringt kurzfristig viele Gäste in die Landeshauptstadt und stellt gleichzeitig die lokale Infrastruktur auf die Probe. Für Einwohnerinnen und Einwohner in Eisenstadt bedeutet das:
- erhöhte Besucherzahlen in Hotels, Gasthäusern und Gastronomie
- veränderte Verkehrs- und Parkplatzsituation rund um die Arena
- mögliche Sperren oder Einschränkungen bei öffentlichen Einrichtungen wegen Unterbringung in Schulen und Internaten
Die sportliche Begegnung der Feuerwehren ist nicht nur Wettkampf: Sie fungiert auch als Plattform für Austausch und Kameradschaft zwischen Einsatzkräften verschiedener Länder. Für die lokale Bevölkerung bietet sich die Gelegenheit, internationale Gäste zu empfangen und das freiwillige Engagement der Feuerwehren aus nächster Nähe zu erleben.
| Fakt | Angabe |
|---|---|
| Teilnehmer | ~1.500 |
| Nationen | 17 |
| Wettkampfgruppen | 127 |
| Tägliche Verpflegung | ~1.700 Personen |
Die kommenden Tage werden zeigen, wie die Stadt und die Helferinnen und Helfer den organisatorischen Druck meistern. Für Eisenstadt bedeutet die WM ein sichtbares Zeichen der Leistungsfähigkeit und des bürgerschaftlichen Engagements – und für Besucherinnen und Besucher die Chance, ein internationales Ereignis in der Landeshauptstadt des Burgenlands zu erleben.