Wenig Zeit für Förderanträge: Was Besitzer:innen in Osttirol jetzt wissen müssen
Die Bundesmittel für den Austausch fossiler Heizsysteme sind nach Angaben der Energieagentur Tirol fast ausgeschöpft. Im aktuellen Fördertopf stehen noch rund 6,5 Millionen Euro bereit. Das bedeutet für viele Haushalte in und rund um Lienz: Wer den Wechsel von Öl- oder Gasheizung zu einer erneuerbaren Lösung noch heuer mit Bundesförderung finanzieren möchte, muss sich schnell um Beratungstermine und die nötigen Formalia kümmern.
Wesentliche Voraussetzungen sind dabei bereits bei der Registrierung zu erfüllen: Antragstellende müssen ein Energieberatungsprotokoll vorlegen. Entscheidend ist, dass die Begutachtung, aus der das Protokoll hervorgeht, vor Beginn der Sanierungsarbeiten stattfindet. Ohne dieses Protokoll ist eine Förderung nicht möglich.
- Fördersumme verfügbar: rund 6,5 Millionen Euro im Bundesfördertopf.
- Wichtiges Dokument: Energieberatungsprotokoll muss bei Registrierung vorliegen.
- Alternative Förderungen: Tiroler Wohnbausanierung-Förderungen bleiben weiterhin verfügbar.
Die Energieagentur Tirol rät Betroffenen, schnell einen Beratungstermin zu vereinbaren, um die nötigen Schritte rechtzeitig zu planen. Selbst wenn der Heizungstausch in diesem Jahr nicht mehr mit Bundesmitteln realisiert werden kann, ist eine frühzeitige Beratung nützlich: Eigentümer:innen gewinnen Planungssicherheit und sind vorbereitet, sobald im kommenden Jahr wieder Fördermittel freigegeben werden. Laut der Agentur werden die Fördertöpfe im nächsten Jahr wieder beide Bereiche – sowohl Heizungstausch als auch Sanierungsmaßnahmen – abdecken.
“Wer einen Heizungstausch oder Sanierung plant, sollte die verbleibende Zeit nutzen und sich beraten lassen…. um die Förderungen bestmöglich zu nutzen und langfristig Energiekosten zu sparen”,
Die Argumente für einen Umstieg auf erneuerbare Heizsysteme sind neben der Förderung auch langfristig wirtschaftlicher Art: Erneuerbare Anlagen tragen laut Energieagentur zu stabileren Energiekosten und erhöhter Versorgungssicherheit bei. Außerdem fällt der volle Nutzen einer neuen Heizanlage oft nur zusammen mit geeigneter Wärmedämmung an – daher empfiehlt die Agentur, Heizungstausch und thermische Sanierung möglichst gemeinsam zu planen. Ein thermisch saniertes Gebäude benötigt nach Agenturangaben 50 bis 75 Prozent weniger Energie, was die laufenden Heizkosten deutlich senken kann.
| Aspekt | Stand / Hinweis |
|---|---|
| Verfügbare Bundesmittel | ~6,5 Mio. € |
| Voraussetzung für Antrag | Energieberatungsprotokoll vor Beginn der Arbeiten |
| Weitere Förderquelle | Tiroler Wohnbausanierung – weiter verfügbar |
Für Bewohner:innen des Bezirks Lienz heißt das konkret: Wer noch heuer Fördergelder nutzen möchte, sollte unverzüglich Termine mit Energieberatern oder regionalen Installationsbetrieben vereinbaren und die erforderlichen Unterlagen zusammenstellen. Wer die Bundesförderung nicht mehr nutzen kann, sollte zumindest die Sanierungsplanung vorantreiben, um im kommenden Jahr sofort antragsfähig zu sein und von den frisch aufgelegten Fördertöpfen zu profitieren.
Praktische Anlaufstellen sind die Energieberatung der Gemeinde, regionale Installationsbetriebe sowie die Energieagentur Tirol. Dort erhalten Hauseigentümer:innen Informationen zu Terminen, nötigen Unterlagen und möglichen Förderkombinationen.